Stronach/Lugar zeigt politische Einflussnahme am Gymnasium Mürzzuschlag auf

Sieben Gremien von Bildungsministerin einfach ausgehebelt - Jene müssen über Postenbesetzungen entscheiden können, die vor Ort sind, Gegebenheiten und Kandidaten kennen

Wien (OTS) - Massive Kritik an der politischen Willkür von Bildungsministerin Heinisch-Hosek bei der Besetzung von Schuldirektorposten übte Team Stronach Bildungssprecher Robert Lugar. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit OStR Mag. Eva Leitgeb und OStR Mag. Gudrun Ehrenfeldner, beide Lehrerinnen am Herta-Reich Gymnasium Mürzzuschlag, erklärte Lugar: "Die Politik mischt sich in Sachen ein, die sie nichts angehen!" Am Beispiel, wie bei der Besetzung des Postens am Mürzzuschlager Gymnasium sieben Gremien durch eine Weisung der Ministerin ausgehebelt wurden, sei dies deutlich zu erkennen. Deshalb verlangte Lugar: "Wir wollen endlich Selbstbestimmung für die Schulen - statt politischer Einflussnahme!" und kündigte einen Offenen Brief an den Bundespräsidenten an.

In einem Hearing hatten sich vor über drei Jahren u.a. Schüler, Lehrer und Elternvertreter klar für einen Kandidaten entschieden, die zweite ging leer aus. Unterstützung für diesen Entscheid gab es sogar von den lokalen Politikern aller Couleurs. Doch vor rund drei Wochen wurde der von allen ob seiner Qualifikation und seines Einsatzes geschätzte Direktor plötzlich von Heinisch-Hosek abgesetzt und gegen eine Frau ausgetauscht. "Wahrscheinlich hat die Ministerin, weil sie sonst nichts vorzuweisen hat, die Frauenquote heben wollen; das ist nicht zu akzeptieren!", vermutete Lugar. Dabei hatte sich sogar die Gleichbehandlungskommission für den männlichen Kandidaten entschieden.

"In Mürzzuschlag werde ich auch auf der Straße tagtäglich auf Direktor Heimo Hirschmann angesprochen", berichtete Mag. Gudrun Ehrenfeldner, die seit 24 Jahren am Gymnasium Mürzzuschlag Sport und Geografie unterrichtet. In den drei Jahren seiner Tätigkeit habe Direktor Hirschmann an dieser Schule "mehr weitergebracht, als in den 25 Jahren davor insgesamt passiert ist. Er hat die Schule nach außen geöffnet, durch Partnerschaften mit Geschäftsleuten der Stadt das Schulbudget aufgebessert und so viele Dinge möglich gemacht. Auch hat er die Schule neu positioniert." Umso größer sei der Schock gewesen, als die Schule aus der Kleinen Zeitung erfahren musste, dass Bildungsministerin Heinisch-Hosek für die Kandidatin Köck unterschreiben hatte.

"Es herrscht absolutes Unverständnis in allen Bevölkerungsschichten über die verfehlte Personalentscheidung der Ministerin. Und es ist das falsche Zeichen an die Schüler, wenn sie erfahren müssen, dass demokratische Entscheidungen einfach übergangen werden", kritisierte die AHS-Lehrerin für Deutsch und Sportunterricht sowie Leiterin der Schulbibliothek, Mag. Eva Leitgeb. Sie warnte: "Damit verstärkt man die Politverdrossenheit bei den jungen Menschen nur noch mehr! Es kann nicht sein, dass erbrachte Leistung durch die politische Willkür gekippt wird. Direktor Hirschmann hat sich mit ganzer Seele für die Schule eingesetzt", mahnte sie. Nun liege die Entscheidung bei Bundespräsident Heinz Fischer. Wenn er sich gegen Hirschmann entscheiden sollte, müsse dieser bereits am nächsten Tag das Büro räumen. "Der Unmut der gesamten Schule ist dann jedoch gewiss! Die Schüler arbeiten derzeit sogar an einem Video, um den Fall öffentlich bekannter zu machen", berichteten die Lehrerinnen.

Es könne und dürfe aber nicht sein, "das über diese Postenbesetzungen in Wien entschieden wird, um politische Ziele zu verfolgen", kritisierte Team Stronach Bildungssprecher Robert Lugar. "Jene müssen entscheiden können, die vor Ort sind, die die Gegebenheiten und Kandidaten kennen", verlangte er. Anhand des Beispiels Mürzzuschlag müsse endlich die Überzeugung greifen: "Die Schule muss das Beste sein - und frei von politischer Willkür".

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