AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: Dramatische Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt - Rekordarbeitslosigkeit bekämpfen!

2. Vollversammlung der XV. Funktionsperiode

Linz (OTS) - Die Arbeitslosigkeit hat ein Rekordniveau erreicht und steigt weiter. Eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt ist nicht in Sicht. Bei seiner Rede vor der Vollversammlung der AK Oberösterreich kritisierte AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer geplante Budgetkürzungen beim AMS und forderte dringende Maßnahmen gegen die Rekordarbeitslosigkeit.

"Wir haben jetzt schon eine Rekordarbeitslosigkeit. Die geplante Streichung von Budgetmitteln produziert aber weitere Arbeitslosigkeit. Alleine in den sozialökonomischen Betrieben sind in Oberösterreich 500 Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose gefährdet", zeigte Kalliauer auf. 15 bis 20 Millionen Euro will die Bundesregierung beim AMS und in der oberösterreichischen Arbeitsmarktpolitik einsparen. Das trifft vorwiegend Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Chance haben. Auch die erfolgreichen Metallausbildungszentren sind von Schließung bedroht. "Das ist angesichts des vielbeklagten Facharbeitermangels absurd", so Präsident Kalliauer.

Auch eine Belebung der Wirtschaft verlangte Kalliauer: "Eine Steuerreform, wie sie von AK und ÖGB vorgeschlagen wird, wäre neben den Aspekten von Gerechtigkeit und Verteilung ein sehr wichtiger Impuls für eine Konjunktur. Denn damit würde die Kaufkraft enorm gestärkt werden. Das Thema Steuerreform darf aus der Politik nicht mehr verschwinden."

Wie diese Steuerreform gegenfinanziert werden soll, daraus machte der AK-Präsident keinen Hehl: "Jede Stunde steigt das Vermögen der reichsten zehn Prozent in Österreich um drei Millionen Euro, das Vermögen der restlichen 90 Prozent hingegen nur um eine Million Euro. Die Schere geht also immer weiter auseinander. Das ist der wichtigste Ansatzpunkt bei einer Steuerreform."

Mit Stolz verwies der AK-Präsident in seiner Rede auch auf aktuelle Umfragewerte, die der AK ein hohes Vertrauen bei den Mitgliedern und eine hohe Beratungskompetenz attestieren. Heuer führten AK-Expertinnen und -Experten bereits 280.000 Beratungen durch. Aber auch die interessenspolitische Arbeit - zum Beispiel die Parlamentarische Bürgerinitiative zur KV-Unterentlohnung, die Thematisierung der missglückten Pensionsvorschuss-Neuregelung oder die Reparatur des Pendlerrechners - stößt bei den Mitgliedern auf sehr positiven Widerhall.

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