Willi zur vernichtendem RH-Bericht zu ÖBB-Loks: Verantwortliche von Führungsaufgaben entbinden

Grüne: Rechnungshofempfehlungen müssen umgesetzt werden

Wien (OTS) - "ÖBB-Chef Kern ist nicht zu beneiden: Was seine Vorgänger da angerichtet haben, ist eine Katastrophe. Das muss man erst einmal schaffen - um 72 Millionen Euro wurden 18 Loks der Reihe 1014 gekauft, die fünfzehn Jahre später zum Schrottwert von 270.000 Euro wieder verkauft werden. Das ist ein Wertverlust von 99,4 Prozent in 15 Jahren, obwohl die Abschreibungszeit auf 30 Jahre angesetzt war", sagt der Grüne Verkehrssprecher, Georg Willi und ergänzt:
"Letztlich fällt dieser vernichtende Rechnungshof-Bericht aber auch auf den damaligen Verkehrsminister Faymann zurück, der den damaligen ÖBB-Chef Klugar ausgewählt hat."

"Besonders schlimm ist, dass die Lokreihe 1014 eigens für die ÖBB entwickelt wurde und deshalb im Vergleich zur Lokreihe 1116 in Summe um 23,4 Mio. Euro teurer war. Gleichzeitig beruhte die 1014er-Reihe aber auf einer älteren Technik und hatte eine geringere Leistung", meint Willi.

"Ich möchte gar nicht alle Versäumnisse der ÖBB im Zusammenhang mit dieser Lok-Anschaffung aufzählen. Es ist eine einzige rote Liste des Versagens und der Steuergeldvernichtung, was dann später zu schwarz-blauen Zeiten übrigens auch nicht besser wurde. Ich erwarte mir aber von der jetzigen ÖBB-Führung, dass sie sich für die Fehlleistungen entschuldigt und Jene, die für dieses Desaster verantwortlich waren und heute noch im Konzern sind, von Führungsaufgaben entbindet. Es muss Konsequenzen geben, denn schlechter kann man's einfach nicht machen. Jetzt ist wichtig, dass die Rechnungshofempfehlungen umgesetzt werden", sagt Willi.

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