Junge Industrie: Aktuelles Pensionssystem bleibt Zukunftsbelastung

JI-Vorsitzende Niss: Bisherige Maßnahmen reichen nicht - Brauchen mehr Ausgabendisziplin und nicht mehr Einnahmen - Österreich am absteigenden Ast

Wien (OTS) - "Gewerkschaft und Seniorenorganisationen mögen gebetsmühlenartig das Gegenteil behaupten, aber es gilt weiterhin:
Das Pensionssystem ist und bleib in der aktuellen Form eine Belastung für die Zukunft", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss. "Die bisherigen Reförmchen sind zu wenig - wobei das ja für alle Bereiche gilt und nicht nur für die Pensionen. Seit Jahren und Jahrzehnten kommt der Staat nicht mehr mit dem vielen Geld, das er einnimmt, aus. Statt jedes Jahr Überschüsse zu erzielen und unsere Verschuldung zumindest abzubauen, türmen wir munter weiter Schulden auf Schulden. Was wir brauchen ist mehr Ausgabendisziplin in allen Bereichen." Geradezu als "Drohung" seien hingegen Forderungen nach Steuererhöhungen zu interpretieren: "Bereits jetzt stöhnen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer genauso wie die Unternehmen unter einer der höchsten Steuerbelastungen sowie rekordverdächtigen Arbeitszusatzkosten. Mehr Belastung geht nicht - und davon abgesehen weiß ja jeder in Österreich: Mehr Einnahmen würden nur wieder, wie bisher auch immer, zu noch mehr Ausgaben führen."

Bei den Pensionen seien die Reformnotwendigkeiten bekannt: "Alle Schlupflöcher schließen, keine reinen Statistiktricks wie bei der Invaliditätspension, einen echten Nachhaltigkeits-Automatismus. Alle Gegner echter Reformen sind hier mit schuld daran, dass wir weiter eines der großzügigsten Frühpensionssysteme finanzieren." Dabei habe selbst die EU-Kommission kürzlich wieder bestätigt, dass sich "Österreich am absteigenden Ast befindet, was die Wettbewerbsfähigkeit betrifft. Mittlerweile sehen wir das auch bei den Arbeitslosenzahlen. Es geht nicht mehr um theoretische Indikatoren, sondern um Menschen, die jetzt direkt betroffen sind", wie Niss betonte. Es sei daher dringend notwendig, endlich der Vernunft zu gehorchen, und "sorgsamer mit dem Geld der Steuerzahler umzugehen. Ansonsten drohen in ein paar Jahren wirkliche Einschnitte, die dann auch wirklich allen wehtun. Das kann sich keiner wünschen", wie die Bundesvorsitzende betonte.

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