PVÖ-Verbandstag (8) - Kaske: Österreich Hochsteuerland für ArbeitnehmerInnen und SeniorInnen, aber Steuerzwerg für Reiche!

SPÖ-Klubobmann Schieder: Gerechtigkeitslücke durch Steuerreform schließen!

Wien (OTS/PVOE) - Der zweite Tag der Bundeskonferenz des Pensionistenverbandes Österreichs im Austria Center startete am Mittwoch mit Grußworten von SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder, AK-Präsident Rudi Kaske, der JG-Vorsitzenden Katharina Kucharowits sowie der SJ-Vorsitzenden Julia Herr.****

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder bezog sich auf die Gründung der 2. Republik am 12. November 1918. Dieser historische Tag sei auch "für unser politisches Handeln bedeutend. Unser Eintreten für Freiheit, Demokratie, für unsere Republik ist ein roter Faden, der sich auch noch heute durch unser Handeln zieht", betonte der SPÖ-Klubobmann. Bezugnehmend auf die aktuelle Kampagne des PVÖ "Mehr Geld im Börsel" unterstrich Schieder die Wichtigkeit eines gerechten Steuersystems:
"Wir müssen die richtigen Schlüsse aus der Weltwirtschaftskrise ziehen, die ein schwaches Wachstum der Realeinkommen mit sich bringt. Die Ungleichheit des Steuersystems bezahlen die ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen mit einem fixen Lohnsteuer-Tarif. Diese Gerechtigkeitslücke muss mit unserer Steuerreform geschlossen werden!", stellte Schieder fest.

In dieselbe Kerbe schlug AK-Präsident Rudi Kaske, der die Frage der Verteilungsgerechtigkeit in den Mittelpunkt seiner Rede rückte: "Die PensionistInnen sind unsere wichtigsten MitstreiterInnen im Kampf für die Senkung der Lohnsteuer!" Österreich sei ein Hochsteuerland, wenn es um die Belastungen der ArbeitnehmerInnen und SeniorInnen gehe, jedoch "ein Steuerzwerg beim Besteuern der Reichen. Daher fordern wir: Her mit der Lohnsteuer-Senkung und her mit Maßnahmen gegen Steuerbetrug. Jetzt geht es um die Entlastung für die ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen! Uns steht ein harter Weg bevor, aber wir werden den Druck dafür aufrechterhalten, gemeinsam mit eurer Unterstützung!" Thematisiert wurde auch der Österreich-Aufschlag bei Lebensmitteln. So seien Nahrungsmittel um ein Viertel, Drogerieprodukte sogar um die Hälfte teurer als in Deutschland. "Diese Preisunterschiede sind ungerecht und wir werden uns als KonsumentenschützerInnen für faire Preise einsetzen!", so Kaske.

Katharina Kucharowits, Vorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ (JG) stellte in ihrer Rede klar, dass es keinen Generationskonflikt gebe, da sowohl die Jungen als auch die PensionistInnen für dieselbe Sache kämpfen. Für beide Generationen gehe es um leistbare Wohnungen, um gut bezahlte Jobs am Arbeitsmarkt - ob beim Berufseinstieg oder als ältere ArbeitnehmerIn - und um eine faire Steuerreform. "Die Junge Generation und der PVÖ leben also gemeinsam die Generationssolidarität und unserer Unterstützung kann sich der Pensionistenverband sicher sein", betonte Kucharowits.

Abschließend stellte Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich (SJ) fest, dass der Generationenkonflikt von neoliberalen Kräften oft heraufbeschworen werde, um Ängste zu schüren. Die junge Generation soll demzufolge den sozialen Abstieg fürchten und zu hohe Pensionen kritisieren. Jedoch ist klar, "dass wir Junge und die SeniorInnen im selben Boot sitzen! Europaweit sind diese Generationen hauptbetroffen von der Arbeitslosigkeit. Daher: Es ist ein Konflikt zwischen Arm und Reich, nicht zwischen Jung und Alt". (Forts.)

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GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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