Der Winter kommt bestimmt: Was es über die Winterreifenpflicht zu wissen gibt

Wien (OTS/PWK799) - Jedes Jahr überrascht er uns: der Wintereinbruch. Ein freundlicher Herbst ließ viele Autofahrerinnen und Autofahrer in Österreich die gesetzliche Winterreifenpflicht für Pkws und Kombis sowie für Lkws bis 3,5 Tonnen ab 1. November fast vergessen. Aber: Der Winter kommt bestimmt. Und mit ihm die Zeit der glatten Fahrbahnen und Wetterumschwünge.

Viele zögern jedoch mit der Montage der neuen Reifen, denn die Schlangen vor den
Werkstätten sind Anfang November besonders lang. Damit bewegen sich die meisten Autofahrer auch noch im gesetzlichen Rahmen, denn die Winterreifenpflicht ist nicht als generelle, sondern als situative zu verstehen. Das heißt: Sobald winterliche Fahrverhältnisse vorliegen, ist es wichtig Winterreifen oder Schneeketten montiert zu haben. Wer sommerlich bereift auf winterlichen Fahrbahnen unterwegs ist und dabei andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, riskiert eine Verwaltungsstrafe von bis zu 5.000 Euro und kann im schlimmsten Fall nicht auf die Versicherungsdeckung durch die Versicherung hoffen.

Der Experte rät:

"Bei Unfällen mit Sommerreifen auf Fahrbahnen mit winterlichen Verhältnissen kann
dem Fahrer im schlimmsten Fall eine Schadenleistung verweigert werden. Auch mit
einer Vollkasko-Versicherung kann man hier oft durch die Finger schauen. Deshalb ist es
wichtig, sich gut auf bevorstehende Wetterverhältnisse einzustellen und bei
fallenden Temperaturen sowie spätestens vor Eis- oder Schneeeinfall auf Winterreifen umzusteigen", empfiehlt Gunther Riedlsperger, Versicherungsexperte und
Obmann des Fachverbandes der Versicherungsmakler der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Unfall passiert - Winterreifen montiert?

Unfälle können bei falscher Bereifung ernst zu nehmende Folgen haben. Kann der Lenker/die Lenkerin nicht beweisen, dass ein gleicher Unfall auch mit einer Winterausrüstung passiert wäre, trifft diesen jedenfalls ein Teilverschulden und wird vom Unfallgegner nicht den vollen Schadenersatz erhalten.

Generell muss bei Verstößen gegen die Winterreifenpflicht mit einer Strafe von mindestens 35 Euro gerechnet werden, wobei bei Gefährdung anderer VerkehrsteilnehmerInnen bis zu 5000 Euro drohen.

Was deckt meine KFZ-Haftpflichtversicherung im Unglücksfall?

Bei einem Unfall mit einem versicherten Fahrzeug ersetzt die KFZ-Haftpflichtversicherung
Personen-, Sach- und Vermögensschäden geschädigter Dritter. Sie gilt in ganz Europa und schützt Sie im Falle eines Unfalls vor Ansprüchen des Unfallgegners. Bei Fremdverschulden besteht Anspruch auf Schadenersatz aus der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung, während die Schäden am eigenen Fahrzeug nur aus einer Vollkasko-Versicherung gedeckt sind.
Darüber hinaus ist es ratsam mit einer eigenen Unfallversicherung oder zumindest einer Lenker- oder Insassen-Unfallversicherung vorzusorgen.

Empfehlenswert ist es außerdem Versicherungsverträge nur über Ihren unabhängigen Versicherungsmakler abzuschließen, um im Unglücksfall ausreichend vorbereitet zu sein. Gunther Riedlsperger klärt auf: "Der unabhängige Versicherungsmakler liefert das beste Preis-Leistungsverhältnis und verhandelt alle Klauseln individuell für Ihre Bedürfnisse. Der Versicherungsmakler ist nur Ihrem Vorteil verpflichtet - und sonst niemandem."

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Versicherungen , sowie einen unabhängigen Versicherungsmakler in Ihrer Nähe sind im Internet auf www.versicherungswissen.at zu finden. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten
Tel. 05 90 900 4816
E-Mail: ihrversicherungsmakler@wko.at
Internet: http://wko.at/ihrversicherungsmakler

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001