PVÖ-Verbandstag (4) - Foglar: Einzige vergangenheitsbezogene Ausgabe ist Hypo-Debakel!

Wir kämpfen Schulter an Schulter gegen die Behauptungen, dass uns die Pensionen in den Abgrund führen

Wien (OTS/PVOE) - "Wenn es zwei Organisationen gibt, die engstens miteinander verbunden sind, dann ist das der Pensionistenverband und die Gewerkschaft. Viele PVÖ-Mitglieder sind jahrzehntelange Mitglieder auch bei der Gewerkschaft und damit die Stütze unserer Organisationen. Dafür möchte ich mich heute herzlich bedanken", betonte ÖGB-Präsident Erich Foglar in seinen Grußworten am Verbandstag des Pensionistenverbandes Österreichs im Austria Center.****

So sei diese Verbundenheit der Grund dafür, dass die Zielsetzungen der Organisationen mitunter fast ident seien. Denn es gehe um die Menschen und - ob in Pension oder noch im Berufsleben - die Probleme bleiben dieselben. "Wir kämpfen Schulter an Schulter gegen die Behauptungen, dass uns die Pensionen in den Abgrund führen. Wir kämpfen dagegen, dass das, was aus dem Budget für die Pensionen zur Verfügung steht, nicht das Defizit sein kann. Wir sind es, die stets hinter den Säulen der Pensionsabsicherung stehen und damit Altersarmut vorbeugen", stellte Foglar fest und betonte in diesem Zusammenhang, dass "die einzige vergangenheitsbezogene Ausgabe das Hypo-Debakel" sei und nicht die Pensionen, wie die Industriellenvereinigung gerne betone.

Gemeinsam mit dem Pensionistenverband "fordern wir 'Mehr Geld im Börsel'! Denn dieses Thema brennt den Menschen unter den Nägeln", so Foglar. Der Pensionistenverband sei hierbei ein "treuer Verbündeter, denn dieses Thema geht uns alle an!" Dass Netto zu wenig vom Brutto übrigbleibe, sei inakzeptabel. Gebraucht werde eine spürbare Entlastung für die ganze Bevölkerung und neue Lohnsteuersätze. Es gehe darum, eine Korrektur der Karl-Heinz Grasser-Steuerreform aus dem Jahr 2005 vorzunehmen. "Wir sind ständig bemüht, den Schrott aus dieser Regierungsperiode wegzuräumen! Durch diese blau-schwarze Steuerreform wurden die ArbeitnehmerInnen abgespeist, während die Körperschaftssteuer gesenkt wurde!", stellte Foglar fest.

Die Folgen dieses Steuersystems sind noch heute spürbar: So sind die Lohnsteuer-Kosten für den Großteil der Bevölkerung untragbar, während die Vermögenswerte für wenige Haushalte weiter steigen. 10 Prozent der Haushalte besitzen zwei Drittel des Vermögens in Österreich. "Daher fordern wir: Lohnsteuer runter! Das ist kein Klassenkampf, sondern eine legitime und richtige Forderung!", stellte Foglar abschließend fest und bedankte sich bei den SeniorInnen für die Unterstützung der ÖGB-Kampagne "Lohnsteuer runter", die von über 882.000 Menschen unterschrieben wurde. (Forts)

Service: Bilder im Anhang stehen - unter Nennung der Bildrechte - zur freien redaktionellen Verfügung. Fotocredit: Rastegar
Bild 1: ÖGB-Präsident Erich Foglar beim Verbandstag des Pensionistenverbandes Österreichs, der mitgliederstärksten Seniorenorganisation Österreichs, der unter dem Motto "Mehr Geld im Börsel" steht.

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GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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