Hohe Belastungen unzureichend geplant

E-Wirtschaft kritisiert E-Control-Entwurf für künftige Systemnutzungsentgelte

Wien (OTS) - Umfassende Kritik gibt es von den österreichischen Netzbetreibern und Stromerzeugern an der für 2015 geplanten Novelle der Systemnutzungsentgelte-Verordnung der E-Control.

Der Entwurf, bringe enorme zusätzliche Belastungen und verschlechtert damit die Konkurrenzfähigkeit inländischer Erzeuger gegenüber ausländischen Konkurrenten erklären die Stromproduzenten, die in der Interessenvertretung Oesterreichs Energie organisiert sind. Der Entwurf sei unzureichend durchdacht, überhastet und bezüglich wichtiger Themen mit der Branche nicht abgestimmt, obwohl dies im Vorfeld vereinbart worden sei, kritisieren die Netzbetreiber. "Eine Einbeziehung der Branche, die allen Marktteilnehmern die Möglichkeit gibt, die notwendigen Veränderungen sinnvoll zu gestalten und systemtechnisch entsprechende Vorbereitungen zu treffen ist unbedingt erforderlich", erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.

Die Stromerzeuger kritisieren, dass die Novelle der Verordnung die bereits bestehende massive Belastung der Erzeugung mit Netzgebühren ein weiteres Mal steigert. Das Systemdienstleistungsentgelt wird durch die vorliegende Novelle im Vergleich zur geltenden SNE-VO um 54 Prozent erhöht. Seit dem Jahr 2011 stiegen die Kosten für das Systemdienstleistungsentgelt sogar um 158 Prozent. Daraus entstehen allein durch die Steigerung des Systemdienstleistungsentgelts von 2014 auf 2015 jährliche Mehrkosten von mehr als 50 Millionen Euro gegenüber 2013. In Österreich bestehen bereits jetzt insbesondere im Vergleich zu Deutschland, gravierende Wettbewerbsnachteile, die die nachhaltige Wirtschaftlichkeit vieler Anlagen in Frage stellen.

Die erstmals geplante Ausweitung der Erbringung von Regelenergie auf die Netzebenen 5 und 6 ist aus Sicht der Netzbetreiber nicht ohne Tests und intensive Vorbereitungen durchführbar, um Abwicklungsprobleme zu vermeiden. Das könne nicht stattfinden ohne eine vorherige Evaluierung unter Einbeziehung aller Marktteilnehmer. Die E-Wirtschaft ist verwundert, dass erstmalig von der Praxis abgegangen werden soll, die technische und organisatorische Umsetzung mit allen betroffenen Marktteilnehmern zu behandeln.

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