ÖVI fordert faires, ausgewogenes Wohnrecht!

Wien (OTS) - Auch wenn die Mitglieder der Arbeitsgruppe Wohnrecht (ua. auch der ÖVI) aus den Medien von einem angeblichen Scheitern der Bemühungen um ein neues Wohnrecht erfahren haben, sieht Anton Holzapfel, der Geschäftsführer des Österreichischen Verbandes der Immobilienwirtschaft doch noch Potential für ein neues Mietrecht. Über die Jahrzehnte hat sich im Rechtsbestand des Wohnrechts so viel Ballast angesammelt, dass hier radikale Vereinfachungen erforderlich sind.

"Knackpunkt einer jeden Verhandlung über ein neues Wohnrecht wird die Berücksichtigung der Altverträge sein", resümiert Anton Holzapfel. Mehr als ein Drittel der heute gültigen Mietverträge stammt noch aus der Zeit vor 1994, dem Inkrafttreten des Richtwertsystems. Die Erträgnisse aus diesen Verträgen decken bei weitem nicht die vielfach gestiegenen Anforderungen an den Vermieter in punkto Erhaltung und Instandsetzung der Liegenschaft.
Die politisch motivierte und künstlich niedrige Festlegung des Richtwertes für Wien bringt es mit sich, dass der Richtwert sich deutlich vom Markt entfernt hat. Der Wiener Richtwert liegt zB um 25% unter dem steirischen Richtwert. Eine Neuordnung müsste hier jedenfalls auch ansetzen.

Es ist mehr als unfair, die Diskussion Leistbares Wohnen einzig und allein auf dem Rücken der privaten Vermieter zu führen. "Solange die soziale Treffsicherheit bei der Wohnungsvergabe im gemeinnützigen und kommunalen Sektor nicht verbessert wird, gibt es keinen Grund, den privaten Vermietern neue Beschränkungen aufzuerlegen," so Holzapfel.

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Österreichischer Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI)
MMag. Anton Holzapfel
ÖVI Immobilienakademie
Tel.: 01 505 48 75
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