Europäische Taxibranche zu Mitfahrbörsen: Rechtsvorschriften einhalten, Kunden schützen

IRU, ITF und FV bündeln Kräfte - WKÖ-Obmann Eberl: Auch UBER muss sich an geltende Rechtsvorschriften halten

Köln/Wien (OTS/PWK793) - Gewerbliche Transportdienstleistungen,
die von selbst ernannten entgeltlichen Mitfahrbörsen wie der Uber-App angeboten werden, sollten vom Gesetzgeber genau unter die Lupe genommen werden. Das forderten unisono die IRU (Europäischer Dachverband der Taxi- und Mietwagenbranche), ITF (Dachorganisation von Gewerkschaften der Beschäftigten im Transportgewerbe) und der WKÖ-Fachverband für die Beförderungsgewerbe mit PKW (Interessenvertretung der österreichischen Taxi- und Mietwagenbranche) im Rahmen der IRU-Sitzung am vergangenen Freitag in Köln.
Dies trage dazu bei sicherzustellen, dass Gesetze respektiert und auch durchgesetzt, dass Kunden geschützt werden und dass für alle, die Dienstleistungen auf dem Taxi- und Mietwagenmarkt anbieten, faire Wettbewerbsbedingungen gelten, betonten die drei Organisationen.

Gleichwertige Rahmenbedingungen für gleichwertige Dienstleistungen

Hubert Andela, Vorsitzender der Taxi- und Mietwagengruppe der IRU, und Anton Eberl, Obmann der österreichischen Taxi- und Mietwagenbranche in der WKÖ, unterstrichen: "Taxis sind einer der dynamischsten und innovativsten Teilbereiche des öffentlichen Verkehrs. Wir sind stolz auf den Unternehmergeist, den unsere Branche zeigt, indem sie die neuesten Technologien wie Smartphone-Apps für Taxis einsetzt. Als Teil des öffentlichen Verkehrs müssen Taxis zahlreiche gesetzliche Vorschriften einhalten, die die Sicherheit, die Qualität der Dienstleistung sowie die Rechte der Kunden, auch der Kunden mit Behinderungen, garantieren. Alle, die gleichwertige Dienstleistungen auf dem Markt anbieten wollen, egal in welchem Land, müssen diese Vorschriften befolgen. Ansonsten wären wir im wilden Westen, wo Kunden der Gnade von Cowboys ausgeliefert wären, die die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit missachten. Das gilt auch für selbsternannte entgeltliche Mitfahrbörsen".

Gesetzesfreie Zonen verhindern

Mac Urata, Geschäftsführer der Transportsektion der ITF, meinte:
"Taxifahrer stellen ein essentielles Verbindungsglied im öffentlichen Verkehr dar. Gewerkschaften sind nicht gegen Innovation, aber wenn Regierungen nicht auf dem Laufenden sind, was neue Technologien wie Uber ermöglichen, dann haben wir eine gesetzesfreie Zone, in der sämtliche Absicherungen der Kunden untergehen und ausgebildete Taxifahrer dequalifiziert werden oder die ganze Branche aus nebenberuflichen Fahrern ohne soziale Rechte besteht. Gewerkschaften aus der ganzen Welt haben sich zusammengefunden, um diese Entwicklung in Frage zu stellen. Wir wollen, dass die Gesetzgeber das Gleiche tun".

Gemeinsames Auftreten

IRU, ITF und der Fachverband PKW werden mit der Europäischen Transportarbeiterföderation (European Transport Workers' Federation ETF) verstärkt zusammenarbeiten und sich an Gesetzgeber, städtische Behörden, Konsumentenschutzeinrichtungen und andere Stakeholder wenden, wenn es um selbsternannte entgeltliche Mitfahrbörsen geht, und bei Fragen der Ausbildung und Sensibilisierungsmaßnahmen für Taxifahrer betreffend Straßenverkehrssicherheit, Sicherheit der Fahrer und der Kunden, Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung und Aufmerksamkeit der Konsumenten verstärkt zusammenarbeiten. (PM)

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E-Mail: taxi@wko.at
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