Huainigg: Bundesbeschaffungen aus fairem Handel haben einen entwicklungspolitischen Impact

ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit: Bei der Reform von öffentlichen Auftragsvergaben müssen soziale und ökologische Standards einen wichtigen Platz einnehmen.

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Faire Vergaben von öffentlichen Aufträgen, die neben Preisen auch soziale Qualitäts- und Umwelt-Faktoren berücksichtigen, sichern nicht nur Arbeitsplätze in Österreich, sondern können auch einen entwicklungspolitischen Effekt haben", stellt Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg, Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) der ÖVP fest, und führt weiter aus:
"Bund, Länder und Gemeinden sollen angehalten werden, Nachhaltigkeitskriterien bei ihren Beschaffungen festzulegen und bestehende Kriterien zu verbessern. Gerade wenn es um Lebensmittel, Strom, Büromaterialien oder auch Dienstbekleidung geht, welche nicht aus dem regionalen Handel, sondern meist aus Billiglohnländern bezogen werden, muss darauf geachtet werden, dass diese Produkte aus dem fairen und nachhaltigen Handel kommen."

Unter dem Titel "Faire Vergaben sichern Arbeitsplätze" diskutieren morgen, Dienstag, dem 11. November 2014, Politiker/innen von ÖVP und SPÖ sowie Vertreter/innen von Gewerkschaft und Wirtschaftskammer. Gemeinsam mit Rechts- und Wirtschaftsexpert/innen sollen dabei Möglichkeiten für Änderungen der Rahmenbedingungen von Auftragsvergaben aufgezeigt werden. "Öffentliche Auftraggeber haben eine enorme Verantwortung, wenn es um ihre Beschaffungen geht. Bei nachhaltigen und fair gehandelten Produkten kann Österreich eine Vorreiterrolle spielen und beweisen, dass es den Österreicherinnen und Österreichern nicht egal ist, unter welchen Bedingungen die Produkte produziert werden", sagt Huainigg.

Kriterien für fair gehandelte Produkte sind beispielsweise, dass es keine Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit und keine Diskriminierung bei der Produktion gibt. Weiters müssen Maßnahmen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz vorgesehen werden und es muss den Arbeiter/innen ein faires und stabiles Einkommen gesichert sein. "Die Bezahlung von fairen Preisen in Kombination mit verbesserten Arbeitsbedingungen und dem Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit ist eine Strategie der Armutsbekämpfung und ein wichtiger Motor für die Entwicklung eines Landes. Die Organisation FAIRTRADE beweist, wie Hilfe zur Selbsthilfe nachhaltig erfolgreich sein kann", sagt Abg. Huainigg und stellt abschließend fest: "EZA ist eine Querschnittsmaterie, welche sehr viele Bereiche der österreichischen Politik berührt. Gerade im Bereich der Bundesbeschaffungen können wir eine Vorbildfunktion für den Privatsektor ausüben und damit einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit leisten."
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