Publikation des Wiener Stadt- und Landesarchivs zum Novemberpogrom

Wien (OTS) - Das Novemberpogrom 1938 wird als einer der Meilensteine in der Radikalisierung der Judenverfolgung gesehen. Es war politisch gesteuert und initiiert, aber unter Beteiligung der Bevölkerung ausgeführt. Die Hemmschwelle von der Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung in der Stadt bis zu brutalen physischen Übergriffen fiel und leitete zur systematischen Vernichtung über.

Texte aus Verfahrensakten des Volksgerichts Wien

Das Wiener Stadt- und Landesarchiv bot als Beitrag zum Erinnern im Rahmen der Wiener Vorlesung am 5. November 2013 eine Lesung aus Archivquellen an. Aufgrund des großen Erfolgs der Lesung und vieler Nachfragen werden nun die vorgetragenen Texte veröffentlicht. So wird nicht nur ein nachhaltigeres Erinnern ermöglicht, sondern es werden auch die Quellen zur weiteren Nutzung angeboten.

Konkret handelte es sich bei den vorgetragenen Texten um Originalzitate und Stellen aus fünf Strafverfahrensakten des Volksgerichts Wien (1945 bis 1955). Sie sind eine für den Großteil der Zuhörerinnen und Zuhörer unbekannte Quelle, die erstmals in dieser Form der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Kostenlose Abholung im Wiener Stadt- und Landesarchiv

Die Publikation liegt zu den Öffnungszeiten des Wiener Stadt- und Landesarchivs zur freien Entnahme im Lesesaal des Archivs im 4. Archivgeschoß auf.

Rückfragen & Kontakt:

Hannes Tauber
Magistratsabteilung 8
Wiener Stadt- und Landesarchiv
Telefon: 01 4000 84839
hannes.tauber@wien.gv.at
www.archiv.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0009