Hausgemachter Preiskampf bei Milch geht in neue Runde

Nach Überproduktion wollen Diskonter den Milchpreis im Verkauf erneut senken. Welche Qualität kommt da beim Kunden noch an?

Wien (OTS) - Wie jeder andere Markt regelt sicher auch der Milchmarkt nach Angebot und Nachfrage. Da die Molkereien in der letzten Zeit den Bauern gute Preise für die angelieferte/produzierte Milch gezahlt haben, ging auch die Produktionsmenge nach oben. Nun mehr bestehen allerdings Überkapazitäten, welche Supermarktketten und Diskonter nutzen möchten.

Wie viel sollte uns die Milch als Kunde wert sein?

Nun wollen Anbieter den Preis für einen Liter Milch um bis zu 10 Cent senken. Wenn man sich die sonstigen Preissteigerungen ansieht wirkt diese Nachricht auf den ersten Blick sehr erfreulich. Ist das die ganze Wahrheit? Wie kann eigentlich zu so einem niedrigen Preis ein so wichtiges und hochwertiges Produkt produziert werden? Dazu Roman Umschweif vom Konsumentenschutz Verband Österreich: "Viele Konsumenten denken hier bereits um, nachdem sie einmal hinter die Kulissen der Produktion gesehen haben. Die Bedingungen unter den einige Nutztiere heute in vielen Betrieben gehalten werden, empfinden viele als inakzeptabel und Tierquälerei. Nicht zuletzt leidet auch oft die Qualität unter dem ständigen Preisdruck."

Steuern kann die Situation der Endverbraucher

Am Schluss muss jeder Verbraucher für sich eine Entscheidung treffen, welche Produkte im Einkaufswagen landen. Nur wenn dem Handel und den Produzenten aufgezeigt wird, dass der Qualitätsverlust und die Produktionsbedingungen nicht mehr geduldet werden, wird sich etwas ändern können.

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Lukas Bichl, Präsident
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