Walser: Die wichtigste Bank ist die Schulbank!

Grüne BildungssprecherInnen fordern Ende des Kaputtsparens im Bildungsbereich

Wien (OTS) - "Die wichtigste Bank ist die Schulbank! Ich hoffe, dass sich die Regierungsparteien dieses Motto der oberösterreichischen Grünen PädagogInnen und der unabhängigen LehrerInneninitiative zu eigen machen", verweist Harald Walser auf die Berichte der Grünen BildungssprecherInnen aus allen Bundesländern beim gestrigen österreichweiten Treffen in Linz: "Die Auswirkungen der Sparpolitik im Bildungsbereich sind fatal." Es mangle beispielsweise in allen Bundesländern an Unterstützungspersonal in den Schulen. Der oberösterreichische Landtag habe daher auf Antrag des Grünen Klubobmanns Gottfried Hirz eine Resolution an den Bund beschlossen, in der mehr Geld für Unterstützungspersonal eingefordert wird. Auch die Kürzung von kreativen Fächern wie Musikerziehung oder Theaterspiel rufe großen Unmut unter den Eltern hervor, fügen Regina Petrik (Burgenland), Martina Wurzer (Wien) und Emmerich Weiderbauer (Niederösterreich) hinzu. Aus Kärnten berichtet Zalka Kuchling über das Aushungern von alternativpädagogischen Privatschulen. Dort kämpfen alternative Bildungseinrichtungen ums Überleben, während in Wien gleichzeitig Millionenförderungen an die Vienna International School gehen. Auch für dringend notwendige Inklusionskonzepte seien in Regelschulen nicht die notwendigen Mittel vorhanden, ergänzt die Steirerin Ingrid Lechner-Sonnek.

Einig sind sich die BildungssprecherInnen darin, dass neben der Erhöhung der Ressourcen nur tiefgreifende Reformen die notwendigen Fortschritte auf der Baustelle Bildung bringen werden. Daniel Zadra aus Vorarlberg berichtet von zunehmender Zustimmung bei Eltern und LehrerInnen zur Gemeinsamen Schule, was auch der Tiroler Ahmet Demir und Martina Wurzer aus Wien bestätigen.

Der Ausbau der Ganztagsbetreuung schreitet zwar voran, jedoch nicht überall reibungslos: Eltern beklagen die oft mangelhafte Qualität der Nachmittagsbetreuung und das starre Zeitkorsett, weil kaum verschränkte Ganztagsformen, also eine Mischung aus Unterricht und Freizeit, angeboten würden.

Allen BildungssprecherInnen der Grünen ist der Rückzug der Parteien aus der Schulverwaltung ein großes Anliegen. "In Salzburg haben wir es schon geschafft, den völlig überflüssigen Posten des Landesschulrats-Vizepräsidenten abzuschaffen", vermerkte Simon Hofbauer. Ein entsprechender Grüner Antrag in Oberösterreich ist jedoch von SPÖ und ÖVP abgelehnt, von der dortigen FPÖ hingegen befürwortet worden, währenddessen die FPÖ in Wien dagegen stimmte. "Konsequente Schulpolitik sieht anders aus. Überall dort, wo die anderen Parteien die jeweiligen Proporzposten besetzen, stimmen sie gegen die Abschaffung, wo sie nicht am Futternapf mitnaschen, sind sie dafür", zeigt sich Walser wenig überrascht vom widersprüchlichen Abstimmungsverhalten von SPÖ, ÖVP und FPÖ: "Der Slogan der oberösterreichischen Grünen PädagogInnen und der unabhängigen LehrerInneninitiative trifft den Nagel auf den Kopf, denn die Schulbank ist die wertvollste Bank, die wir retten wollen. Ich wünsche unseren KollegInnen im Namen aller Grünen BildungssprecherInnen viel Erfolg bei den kommenden Personalvertretungswahlen!"

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