Mailath: Pogromnacht bleibt Warnung vor Extremismus

Wiens Erinnern ist Prävention vor totalitärem Gedankengut

Wien (OTS) - "Unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei den Schreckensereignissen der Novemberporgome des Jahres 1938. Sie sind als Beginn eines unvergleichlichen, systematischen Holocaust zu betrachten und sind leider Teil der Geschichte dieser Stadt. Es geht beim Erinnern daran keineswegs um Schuld, sondern um Verantwortung. Wir, die nachkommenden Generationen tragen Verantwortung dafür, dass Vergleichbares nie wieder geschieht. Es gilt, im Interesse unserer Kinder und der Zukunft unserer Stadt, wachsam gegenüber jeglichen gewalttätigen Extremismen zu bleiben", so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im Gedenken an die Novemberpogrome.

"Die Stadt nimmt eben diese Verantwortung wahr", so Mailath weiter. "Wiens 'Erinnern für die Zukunft' soll auf Geschehnisse in unserer Vergangenheit aufmerksam machen und versteht sich als Präventivmaßnahme vor totalitärem, extremistischem und gewalttätigem Gedankengut. Dies geschieht durch bedeutende Mahnmäler, wie dem Mahnmal für die Opfer der Shoah oder dem jüngst fertiggestellten Denkmal für die Deserteure der Wehrmacht. Dies geschieht aber auch durch einen sorgsamen Umgang mit Wiens Straßennamen, die nicht nur geografische, sondern auch historische Orientierungspunkte der Stadt sind. Schließlich führt auch Kunst im öffentlichen Raum oder das neue 'Wien.Geschichte.Wiki' im Internet zu bewußter Erinnerung. Zu danken ist dabei vor allem auch den zahlreichen Projekten und Initiativen der Wiener Zivilgesellschaft, die der Erinnerungskultur der Stadt ein unverzichtbarer Partner sind und dafür sorgen, dass Wien eine weltoffene Metropole bleibt, die ohne Altlasten in die Zukunft geht", so Mailath abschließend.

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