Kulturpreisgala im Festspielhaus St. Pölten

Pröll: Mutmacher, der motivieren und anregen soll

St. Pölten (OTS/NLK) - Von Respekt, Dank und Anerkennung seitens des Landes Niederösterreich sprach Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bei der Kulturpreisgala am gestrigen Freitag im Festspielhaus St. Pölten, bei der traditionell die niederösterreichischen Kulturpreise überreicht werden: "Dieser Abend ist ein Mutmacher, der möglichst viele motivieren und anregen soll. Niederösterreich hat in den letzten Jahrzehnten in Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung sehr viel vorangebracht, eine Vielzahl an Ressourcen liegt aber noch vor uns. Deshalb müssen wir mit fester Überzeugung Schritt für Schritt in dem Weg weitergehen, eine kreative und innovative Generation heranzuziehen".

Dabei sei es enorm wichtig, so Pröll weiter, Berührungsängste gegenüber Kunst und Kultur abzubauen und unkomplizierte Zugänge zu schaffen: "Sind die Berührungsängste erst einmal abgebaut, dann steigt auch der Mut zur eigenen Kreativität und Entfaltung seiner Talente".

In Bezug auf die Bestrebungen des Landes Niederösterreich, Kulturarbeit und Geschichtsbewusstsein miteinander zu verknüpfen, meinte der Landeshauptmann, indem er dezidiert die zu Ende gehende Ausstellung auf der Schallaburg und das geplante Haus der Geschichte in St. Pölten ansprach, er glaube nicht, dass die Menschheit nicht aus der Geschichte lernen könne: "Kultur ermöglicht den einfachsten Zugang zur Geschichte, sie beschreibt ihre Bruchstellen, charakterisiert ihre Epochen, symbolisiert Freiheit und das Hochhalten von Werten und ist damit ein wichtiger Beitrag für ein friedliches Miteinander".

Die Humanbiologin, Ärztin und Autorin Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger stellte ihrer Festrede das Motto "An uns ist nicht viel d ran" voran: Aus biomechanischer Sicht sei der Mensch ein Desaster, sein globales Erfolgskonzept liege einzig in der Kreativität und im Kunst- und Kulturschaffen: "Ohne die Fähigkeit zur Kreativität wäre die Menschheit längst ausgestorben. Der schöpferische Prozess ist eine der höchsten Hirnfunktionen, die die Spezies zu leisten imstande ist". Dementsprechend sei das kreative Potenzial der Kinder der fundamendalste Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft der Spezies Mensch, sei das Grundtalent der Kreativität wichtiger als Wissen, betonte sie und schloss mit den Worten "Kunst bringt s".

Überreicht wurden heuer je ein Würdigungspreis (dotiert mit 11.000 Euro) und zwei Anerkennungspreise (jeweils mit 4.000 Euro dotiert) in acht Sparten - Bildende Kunst, Literatur, Architektur, Medienkunst (Künstlerische Fotografie), Musik, Volkskultur und Kulturinitiativen, Innovative Kultur- und Wissenschaftsvermittlung für junge Menschen (Sonderpreis 2014) und Erwachsenenbildung (Franz Stangler-Gedächtnispreis).

Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2014 sind in der Sparte Bildende Kunst Rudolf Goessl (Würdigungspreis), Fritz Ruprechter und Mag. Peter Kozek (Anerkennungspreise), in der Sparte Literatur DI Zdenka Becker (Würdigungspreis), Gudrun Büchler und Dr. Reinhard Wegerth (Anerkennungspreise), in der Sparte Architektur das ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich (Würdigungspreis), das Büro franz und Siegrun Appelt (Anerkennungspreise), in der Sparte Medienkunst (Künstlerische Fotografie) Robert Zahornicky (Würdigungspreis), Mag. Eva-Maria Raab und Dr. Fritz Simak (Anerkennungspreise), in der Sparte Musik Prof. Mag. Dr. h.c. Karen Eileen Ludwiga De Pastel (Würdigungspreis), Mag. Vahid Khadem-Missagh und Mag. Ursula Erhart-Schwertmann sowie MMag. Dr. Edda Andrea Graf (Anerkennungspreise), in der Sparte Volkskultur und Kulturinitiativen Ing. Johann Wöhrer (Würdigungspreis), das Netzwerk der Mostviertler Volksmusikanten und die Kulturwerkstatt Hirschbach (Anerkennungspreise), in der Sparte Innovative Kultur- und Wissenschaftsvermittlung für junge Menschen (Sonderpreis 2014) Dr. Gabriele Stöger (Würdigungspreis), Mag. Christina Foramitti und Mag. Dr. Robert Krickl (Anerkennungspreise) sowi in der Sparte Erwachsenenbildung (Franz Stangler-Gedächtnispreis) der Verein für Landeskunde von Niederösterreich (Würdigungspreis), der Verein SELBSTlaut und der KultURverein GrünbacherHOF - URHOF 20 (Anerkennungspreise).

Nähere Informationen bei der Abteilung Kunst und Kultur beim Amt der NÖ Landesregierung unter 02742/9005-13006, Mag. Alexandre Tischer, und e-mail alex.tischer@noel.gv.at bzw. beim Festspielhaus St. Pölten unter 02742/908080-811, Veronika Werkner, BA, und e-mail veronika.werkner@festspielhaus.at.

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