Großes Interesse am 12. Tag der Umwelt- und Abfallbeauftragten im Wiener Rathaus

Den großen Erfolgen und Herausforderungen des Umweltschutzes von gestern bis morgen widmete man sich an diesem Tag im Rathaus

Wien (OTS) - Als eine Kooperation der Wiener Umweltschutzabteilung -MA 22 mit der TÜV AUSTRIA Akademie fand der Tag der Umwelt- und Abfallbeauftragten heuer schon fast als Traditionsveranstaltung zum 12. Mal im Wiener Rathaus statt. Was vor mehr als einem Jahrzehnt als kleine Veranstaltung im Wappensaal begonnen hat, ist mittlerweile eine etablierte Tagung mit mehr als 300 Gästen, die auch mit dem Prädikat ÖkoEvent ausgezeichnet wurde. Als Plattform zum Wissensaustausch zwischen Betrieben und Behörden lebt der Tag auch von der Vielfalt der Disziplinen und Initiativen, die von verschiedenen Organisationen und Unternehmen getragen werden.

Der Umweltschutz in Österreich als Erfolgsgeschichte

Die Weiterbildung sei als zentrales Element der Umwelt- und Abfallbeauftragten sowie aller im Umweltschutz tätigen Personen zu sehen, stellte Andrä Rupprechter, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, bereits zu Beginn der Veranstaltung fest. Dann spannte er einen ausführlichen Bogen über die Geschichte des Umweltschutzes in Österreich von den ersten Demonstrationen gegen Wasserkraftwerke und das Atomkraftwerk Zwentendorf in den 70er Jahren über die Diskussionen hinsichtlich begrenzter Ressourcen in den 80er Jahren bis hin zum EU-Beitritt Österreichs und zur Integration in die europaweite Agrarpolitik durch die Ökologisierung der österreichischen Landwirtschaft. Rupprechte konstatierte Österreich heute eine Vorreiterrolle in der internationalen Umweltpolitik - von der Umwelttechnologie über das vorbildliche Abfallmanagement und das nachhaltig effiziente Wertstoffmanagement bis zur Erhaltung der Biodiversität durch spezielle Agrarumweltprogramme.

Auch Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22, gab einen sehr persönlichen Rückblick über mehrere Jahrzehnte gelebtes Umweltbewusstsein, das schon in der Kindheit seinen Anfang nahm. Als erste Umweltanwältin der Stadt Wien erlebte Büchl-Krammerstätter die Aufbruchsstimmung der 90er Jahre, die unter anderem auch zur ersten strategischen Umweltprüfung für Abfallmanagement führte und erstmals ökologische mit sozialen und wirtschaftlichen Aspekten verband. Besonders stolz sei sie auf den Erfolg des ökologischen Beschaffungsprogrammes "ÖkoKauf Wien", das bereits seit 15 Jahren sehr effektiv zur Einsparung von Ressourcen und finanziellen Mitteln beiträgt, sowie auf den ÖkoBusinessPlan als von der Stadt ins Leben gerufene Beratungsschiene zwischen Umwelt und Wirtschaft. "Stolz zu sein heißt jedoch nicht zwangsläufig auch zufrieden zu sein, auch wenn viele Probleme schon gelöst wurden. Es geht um die gemeinsame ethische Verantwortung gegenüber unserer Umwelt, wo jeder und jede seinen eigenen Beitrag im Kleinen leisten kann", appellierte Karin Büchl-Krammerstätter abschließend an das Publikum.

Abfallbeauftragte im Alltag

Markus Wohlmuth von der Wiener Umweltschutzabteilung und Walter Melzer vom ÖAMTC trugen über die Aufgaben des Abfallbeauftragten im Alltag vor. Dazu zählen neben der Überwachung der abfallrechtlichen Vorschriften auch die Mitwirkung bei deren Umsetzung und die Beratung der BetriebsinhaberInnen beispielsweise hinsichtlich Haftungsfragen. Die Verordnung zu den Abfallbehandlungspflichten beschreibt die Mindestanforderungen für die Sammlung, Lagerung und Beachtung von Sicherheitshinweisen bei der Entsorgung von gefährlichen Abfällen. Auch die Pflichten von AbfallbesitzerInnen wurden im Zuge des Vortrags erläutert.

Neuerungen im Umweltrecht und Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes

Den rechtlichen Themenblock gestalteten Georg Fürnsinn vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft und der Anwalt David Suchanek von Niederhuber & Partner, der über die Neuerungen im Umweltrecht referierte, während sich Fürnsinn mit den neuen Regelungen im Verpackungsrecht beschäftigte.

Dazu passend: Der Vortrag von Werner Gargitter vom TÜV AUSTRIA über die Revision der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 und die Umsetzung der damit verbundenen Neuerungen in der betrieblichen Praxis sowie der Vortrag von Gerhard Eichinger vom TÜV AUSTRIA über den aktuellen Status des Energieeffizienzgesetzes. Die Eckpunkte der EU-Richtlinie waren Teil seiner Ausführungen, dazu gehören auch die Einsparverpflichtungen der Mitgliedstaaten, die unter anderem mit zertifizierten Managementsystemen, Energieaudits oder smart Metering erreicht werden könnten.

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Christine Willerstorfer
Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22)
Telefon: 01 4000-73422
E-Mail: christine.willerstorfer@wien.gv.at

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