NÖ Zukunftstag mit Verleihung des NÖ Zukunftspreises 2014

LH Pröll: "Unglaublich viele Ideen in Niederösterreich"

St. Pölten (OTS/NLK) - Unter dem Titel "Zukunft. Bürgerbeteiligung. -Neue Wege in der Kommunikation mit Bürgern" fand heute, Freitag, im Festsaal des Congress Casino Baden der NÖ Zukunftstag, veranstaltet von der NÖ Landesakademie, statt. Im Rahmen der Veranstaltung nahm Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll auch die Verleihung des NÖ Zukunftspreises 2014 vor, bei der die drei Endnominierten in drei Kategorien prämiert wurden. Dr. Christian Milota, Geschäftsführer der NÖ Landesakademie, konnte neben Pröll auch die Jurysprecher Univ.-Prof. Dr. Rotraud Perner ("Soziales und Generationen"), Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal ("Talente und Begabungen") sowie Doris und Stefanie Schwaiger ("Land und Bürger") und die Vertreter der Hauptsponsoren Walter Mayr, Obmann der ARGE Wohnen in Niederösterreich, Mag. Andreas Fleischmann, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, und Mag. Bernhard Lackner, Vorstandsdirektor der NÖ Versicherung, begrüßen.

Ein Ansatz betreffend Bürgerbeteiligung, der sich vom institutionellen politischen Ansatz unterscheide, sei die niederösterreichische Dorf- und Stadterneuerung. "Die Bürger können dabei selbst entscheiden, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen", so Landeshauptmann Pröll. Er betonte: "Jemand, der in Kontakt mit den Bürgern hinterfragt und Entscheidungen festlegt, hat ein gutes Stück gewonnen, in politischen Entscheidungen nicht weit fehl gehen zu können." Pröll sprach von 3,5 Millionen Bürgerkontakten zu Bezirkshauptmannschaften und Verwaltungseinrichtungen in Niederösterreich und von einer Zufriedenheit der Bürger mit der Verwaltung von 90 Prozent. "Mit der NÖ Landesakademie haben wir die Chance eröffnet, hier im außerpolitischen Bereich eine Institution zu haben, die den direkten Kontakt mit den Bürgern sucht", so der Landeshauptmann. Die Umfragen dieser seien eine Grundlage für die zukünftige Arbeit.

Der NÖ Zukunftspreis sei im Jahr 1997 das erste Mal ausgeschrieben worden. Grund dafür sei, dass es "unglaublich viele Ideen in Niederösterreich" gebe. "Das hängt auch mit der bunten Kulturszenerie zusammen. Dort, wo eine reichhaltige Kulturszenerie vorhanden ist, dort ist auch Innovationskraft vorhanden", so der Landeshauptmann. Insgesamt habe es bereits "1.200 Einreichungen mit tollen Ideen" gegeben, "die zum Teil international Furore gemacht haben und zum Großteil umgesetzt wurden", so Pröll. In Zusammenhang mit der Wissenschaft ergebe dies eine "unglaubliche Zukunftsdimension", so der Landeshauptmann.

Keynote-Speaker Dr. Serge Embacher, Politikwissenschaftler und Publizist in Berlin, sprach zum Thema "Ein neuer Gesellschaftsvertrag? Über Chancen und Grenzen von Bürgerbeteiligung". In seinem Referat hielt er fest: "Staat und Politik kommen immer mehr in Kommunikationsbewegungen." Diese zunehmende Verflechtung brauche ein Management für den Ausgleich von Interessen. Die Aufgaben von Wirtschaft und Unternehmen hätten sich geändert, es gehe nicht mehr nur um den Profit, sondern vor allem auch um Verantwortung. "Unternehmen sind nicht nur ökonomische, sondern auch gesellschaftliche Akteure und haben als solche Verantwortung", so Embacher. Es brauche eine "selbstbewusste Bürgergesellschaft", Bürgerbeteiligung sei ein zentrales Element. "Die Zukunft liegt darin, dass wir eine Bevölkerung haben, die Engagement hat", so Embacher.

Insgesamt wurden beim NÖ Zukunftspreis heuer 160 Projekte eingereicht. Jeweils drei schafften es in den drei Kategorien in die Endauswahl. In der Kategorie "Soziales und Generationen" ging der erste Platz an das Projekt "LebensGut Miteinander", eingereicht von Dr. Sandra Berger, Obfrau des gleichnamigen gemeinnützigen Vereins. Mit dem zweiten Platz wurde das Projekt "Bis zum letzten Atemzug -mobiles Kinder- und Jugendpalliativteam (KIJU-PALL)", eingereicht von Renate Hlauschek, MSc, geschäftsführende Vorsitzende der Mobilen Kinderkrankenpflege (MOKI NÖ), ausgezeichnet und der dritte Platz ging an das Projekt "Aktiv wohnen - mitten im Ort, mitten im Leben", eingereicht von Bürgermeister Reinhard Knobloch von der Markgemeinde Bad Fischau - Brunn.

In der Kategorie "Talente und Begabungen" ging der erste Platz an das Projekt "Unternehmen entdecken - jugendgerechte Betriebsbesichtigungen in NÖ Mitte" vom Regionalverband NÖ-Mitte, der Fachhochschule St. Pölten und der NÖ Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB). Mit dem zweiten Platz wurde das Projekt "ColiMinder - Rasche und automatische Messung der mikrobiologischen Wassergüte", eingereicht von DI Wolfgang Vogl, ausgezeichnet und der dritte Platz ging an das Projekt "Wir bauen selbst - ein Ökohaus von A bis Z", eingereicht von Rechtsanwalt Dr. Markus Distelberger vom Garten der Generationen in Herzogenburg.

In der Kategorie "Land und Bürger" ging der erste Platz an das Projekt "Grafenwörth bewegt", eingereicht von Dr. Manfred Wieser. Mit dem zweiten Platz wurde das Projekt "Bürgerinnengärten", eingereicht von Christian Balon, MSc aus der Stadtgemeinde Mistelbach, ausgezeichnet und der dritte Platz ging an das Projekt "Auf den Spuren der Kellerkatze" vom NÖ Seniorenbund und der HLW Hollabrunn.

Nähere Informationen: NÖ Landesakademie, Mag. Susanne Schiller, Telefon 02742/294-17433, e-mail susanne.schiller@noe-lak.at, www.zukunftspreis.noe-lak.at.

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