"Kulturmontag": Superreichtum als Fotokunst, BUCH-WIEN-Festredner Andruchowytsch im Interview, Arik Brauer im Studio

Außerdem: Highlights der "Nestroy"-Gala

Wien (OTS) - Malerei, Fotokunst, Literatur, Theater und vieles mehr:
Martin Traxl präsentiert am Montag, dem 10. November 2014, um 22.30 Uhr in ORF 2 einen "Kulturmontag", der "alle Stückeln" spielt. So befasst sich die Sendung u. a. mit Gesamtkunstwerker Arik Brauer, der anlässlich einer ihm gewidmeten Ausstellung im Leopold Museum auch live im Studio ist. Weiteres Thema: eine Fotoschau des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe über die Inszenierung von Reichtum in der Fotografie und in den Massenmedien; außerdem der gefeierte ukrainische Autor Juri Andruchowytsch, seines Zeichens Eröffnungsredner der nächste Woche startenden internationalen Literaturmesse BUCH WIEN 14, im Vorabinterview. Im Anschluss an das Magazin stehen um 23.10 Uhr die Highlights der an diesem Abend stattfindenden Gala "Nestroy 2014" auf dem Programm.

"Phantastischer" Arik Brauer im Leopold Museum und live zu Gast im Studio

Im Jänner hat er seinen 85. Geburtstag gefeiert, ab 14. November richtet ihm das Wiener Leopold Museum unter dem Titel "Arik Brauer Gesamt.Kunst.Werk" als nachträgliches Geschenk eine Retrospektive aus. Vor fast 45 Jahren hat der vielseitige Künstler als Plattenstar begonnen und wurde mit seinen Dialektsongs gegen Kleingeist und Nazigesinnung zu einem der Väter des Austropop. Ab den späten 1950er Jahren startete er seine eigentliche Karriere als bildender Künstler und zählte - neben Ernst Fuchs, Anton Lehmden, Wolfgang Hutter und Rudolf Hausner - zu den bedeutenden Protagonisten der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Davor schon war Arik Brauer Tänzer und Bohemien, der per Fahrrad Afrika bereiste. Später war er Professor an der Akademie der bildenden Künste. Dem brutalen Betongrau, das er in seinem Lied "Sie hab'n a Haus baut" anprangerte, setze er seinen eigenen phantastischen Wohnbau in der Wiener Gumpendorfer Straße entgegen. Gesamtkunstwerker Arik Brauer ist live zu Gast im "Kulturmontag".

Vom Protzen und Klotzen: Fotoausstellung "Fette Beute" über Superreiche

"Fette Beute. Reichtum zeigen" heißt eine laufende Fotoausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg - jener Stadt, in der 40.000 Millionäre leben. Das entspricht der Einwohnerzahl von Wiener Neustadt. "Die klassische kritische Fotografie hat Armut untersucht", sagt Kuratorin Esther Ruelfs, "doch Bilder von Reichtum sagen genauso viel über unsere Gesellschaft aus". In der österreichischen Gesellschaft hält das reichste Prozent der Bevölkerung 40 Prozent des Privatvermögens. Und die Reichen werden immer reicher. Wie abgekoppelt sie vom Rest der Gesellschaft sind, macht die provokante Hamburger Fotoschau augenfällig. Der "Kulturmontag" wagt einen Blick in diese geschlossene Gesellschaft, die auch der Journalist Dennis Gastmann erkundet hat. Für seine Recherchen nahm er eine Tour de Force auf sich, die ihn nach Sylt, St. Moritz, London, Cannes und Katar führte.

Widerstandsgeist und BUCH-WIEN-Festredner Juri Andruchowytsch im Interview

Ist es denn so einfach, den aktuellen Konflikt zwischen offiziell anerkannter ukrainischer Staatsmacht und den pro-russischen Separatisten im Osten der Ukraine auf einen simplen Widerstreit zwischen Gut und Böse zu reduzieren? Auf der einen Seite EU, NATO und die USA, auf der anderen Seite Putin und "sein" Russland. "Ja, so einfach ist das", sagt der ukrainische Autor Juri Andruchowytsch, denn seit 1945 sei eine derart unverhohlene militärische Aggression nicht mehr denkbar gewesen. Andruchowytsch ist eine der wichtigsten literarischen Stimmen Osteuropas, ein kritischer Intellektueller, ein couragierter Widerstandsgeist. In seinen international viel beachteten Romanen schreibt er immer wieder gegen den russischen Kulturchauvinismus gegenüber den Emanzipationsbestrebungen der ehemaligen Sowjetrepubliken an. Andruchowytsch ist Eröffnungsredner der diesjährigen BUCH WIEN. Der "Kulturmontag" bittet ihn vorab zum Interview.

"Nestroy 2014 - Die Gala" - Höhepunkte des wichtigsten Theaterabends des Jahres

Die bedeutendsten Theaterpreise des Landes, die Nestroy-Preise, werden heuer bereits zum 15. Mal an herausragende Produktionen und Künstler/innen der vergangenen Bühnensaison vergeben. Das Wiener Theaterfest findet am Montag, dem 10. November, in der Wiener Stadthalle statt und versammelt die Stars der österreichischen Theaterwelt. Während ORF III den glanzvollen Abend live-zeitversetzt überträgt (20.15 Uhr: "Nestroy 2014 - Red Carpet"; ab 20.50 Uhr:
"Nestroy 2014 - Die Preisverleihung"), bringt ORF 2 bereits um 23.10 Uhr eine etwa 45-minütige Zusammenfassung der schönsten und spannendsten Momente der Gala, die vom Erfolgstrio "Wir Staatskünstler" moderiert und gestaltet wird. 3sat wiederholt die Sendung am Sonntag, dem 16. November, um 13.05 Uhr. Weitere Informationen zum "Nestroy 2014" sind unter presse.ORF.at abrufbar.

Der "Kulturmontag" - produziert in HD - wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Seit 25. Oktober sind die Spartenkanäle ORF III und ORF SPORT + sowie die "Bundesland heute"-Ausgaben auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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