ATV-Klartext: Neue ÖsterreicherInnen - Neue Stimmen

Martin Thür fragt migrantische Politiker, wie ihre Parteien in den Communitys auf Stimmenfang gehen

Wien (OTS) - Menschen mit Migrationshintergrund werden immer stärker von den Parteien umworben. Nicht nur ohne Probleme. Luka Markovic war lange der Verbindungsmann für die FPÖ zur serbischen Community und hat nun die Partei verlassen. Der grüne Bundesrat Efgani Dönmez sorgt immer wieder für Troubles in der eigenen Partei. Und der SPÖ-Landtagsabgeordnete Omar Al-Rawi wird für seine Haltung gegenüber Israel regelmäßig kritisiert. Martin Thür spricht mit den Politikern in "Klartext" über den Stimmenfang der Parteien in den migrantischen Communitys. ATV zeigt am Montag, den 10. November 2014 um 22.25 Uhr die vierte Folge des ATV-Polit-Talks: "Neue Österreicher - Neue Stimmen. Die Parteien im Wettstreit um Türken, Serben und Co."

Fast 6,4 Millionen Menschen sind in Österreich wahlberechtigt, mehr als eine halbe Million davon hat migrantischen Hintergrund. Dem gegenüber stehen nur 22 von 693 PolitikerInnen auf Landes- oder Bundesebene, die selbst nicht in Österreich geboren sind oder deren Eltern aus dem Ausland stammen. MigrantInnen als MandatsträgerInnen einzusetzen, sei laut SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi wichtig, denn die Politik müsse ein "Spiegelbild der Gesellschaft" darstellen. Mit dieser Aussage ist der gebürtige Iraker ohne Zweifel auf Parteilinie. Für seine Aussagen zu Islamgesetz oder Israel-Konflikt wird er allerdings regelmäßig kritisiert und auch von Medien fühlt er sich oft missverstanden. "Das ist eine gezielte Verleumdung und Diffamierung", ist Al-Rawi überzeugt. Weniger überzeugt ist er vom neuen Islamgesetz, dem seine eigene Partei zugestimmt hat. Er kämpft gegen die Parteilinie für eine Änderung.

Die Kritik an der eigenen Partei hat Luka Markovic sogar zum Austritt bewogen. Als FPÖ-Mandatar sollte der gebürtige Serbe die große Community aus Ex-Jugoslawien zu den Freiheitlichen holen. Als "gescheiterte Ehe" bezeichnet der Abtrünnige seine Beziehung mit Strache. Er sei enttäuscht, verrät Markovic, weil ihm, ebenso wie anderen KollegInnen mit Migrationshintergrund, höhere Positionen in Aussicht gestellt wurden. Ein Versprechen, dass die FPÖ über viele Wahlgänge nicht einhielt. Schonungslos rechnet Markovic in seinem ersten TV-Interview mit seiner ehemaligen Partei ab: Die FPÖ habe die SerbInnen nur umworben, weil dort am meisten Stimmen zu holen seien. Wie ihn sein früherer Parteichef überzeugen konnte, für eine fremdenfeindliche Partei zu laufen? "Gute Migranten sind willkommen", habe man Markovits gesagt.

Parteitreu, wenn auch nicht immer auf Parteilinie ist hingegen der grüne Bundesrat Efgani Dönmez. Auf die Frage, ob er gerne polarisiere, antwortet der türkischstämmige Politiker: "Nein, ich bringe Themen auf den Punkt." Manchmal müsse man zuspitzen, um in den Medien vorzukommen, gesteht er ein. Für seine gewagten Aussagen wurde Dönmez schon häufig von der eigenen Partei gescholten. In "Klartext" verteidigt er seine Sager: "Ich sag das in aller Klarheit: Ich bin weder ein Rechter, noch ein Islamophob."

Der Trailer zur dritten Folge:
http://atv.at/klartext-mit-martin-thuer/trailer/d190273/
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