Ethik in der Intensivmedizin

Ried (OTS) - Die mediale und öffentliche Diskussion um die Würde am Ende des Lebens bringt einen sehr aktuellen Aspekt in die diesjährigen Kongresstage Anästhesie der Vinzenz Gruppe. Wann und wie zieht man die Grenze zwischen dem, was medizinisch machbar ist - aber ethisch nicht mehr vertretbar?

Am 7. und 8. November 2014 treffen sich Expertinnen und Experten aus dem niedergelassenen und dem Spitalsbereich im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried, um sich über sensible Themen rund um die Intensivmedizin auszutauschen.
Die Kongresstage Anästhesie und Intensivmedizin der Vinzenz Gruppe finden heuer zum zweiten Mal im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried statt. Kongresspräsident Prim. Dr. Peter Hohenauer, Leiter der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Rieder Schwerpunktspital, hat bei der Auswahl der Themen einen Schwerpunkt auf die Intensivmedizin und dabei auf ethische Entscheidungsprozesse am Lebensende gelegt.

Ethische Entscheidungen am Lebensende

Die wenigsten Patienten, die auf die Intensivstation kommen, haben eine Patientenverfügung erstellt. Bei allen Therapieentscheidungen muss man aber versuchen, dem mutmaßlichen individuellen Patientenwillen zu folgen. Damit ist für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte die Frage offen, mit wem man ethische Entscheidungen am Lebensende besprechen muss oder darf, wenn man mit dem Patienten oder der Patientin selbst nicht mehr kommunizieren kann. Rechtliche Aspekte dazu werden beim Kongress ebenso angesprochen wie medizinische Zugänge. In einem Workshop werden aktuelle Fallbeispiele mit ethischen Fragestellungen bearbeitet.

Der Leiter der Rieder Palliativstation, OA Dr. Christian Roden spricht zum Abschluss des ersten Kongresstages darüber, wie man Therapiebegrenzungen in der Praxis macht.

Am zweiten Kongresstag geht es um verschiedene Neuerungen und Behandlungskonzepte in der Intensivmedizin, die im Zusammenhang mit ethischen Grenzen diskutiert werden. Wo liegt die Grenze zwischen heilbar und nicht heilbar? Welche Kriterien kommen zum Einsatz bei der Entscheidung, was Heilung und was bloß eine Leidensverlängerung ist? Wo sind die Grenzen und Übergänge zwischen kurativer und palliativer Medizin? Idealerweise bekommt der Patient genau das, was er braucht. Das ist gemeint mit dem Schlagwort "Best Patient Care". Egal, auf welcher Abteilung der Patient sich befindet, es wird genau das gemacht, was er braucht.

Die Expertinnen und Experten aus dem medizinischen, pflegerischen und rechtlichen Bereich tauschen sich bei den Kongresstagen Anästhesie und Intensivmedizin der Vinzenz Gruppe über die vielfältigen Fragen in lebenskritischen Situationen und am Lebensende aus.

Bildmaterial in Kürze verfügbar unter www.vinzenzgruppe.at/presse

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