Minimalinvasive Reparatur statt Herzklappen-Operation: Linzer Pioniere ziehen positive Bilanz

Wien/Linz (OTS) - "Unsere bisherigen Erfahrungen mit der minimalinvasiven, kathetergestützten Reparatur geschädigter Mitralklappen mittels MitraClip machen deutlich, dass dieses Verfahren eine sichere und wirksame Methode ist. Es reduziert bei der großen Mehrheit der Behandelten die Beschwerden deutlich. Damit steht uns auch für Patienten mit hochgradiger Mitralklappen-Insuffizienz, bei denen eine herkömmliche Klappenoperation nicht möglich ist, eine interessante Therapieoption zur Verfügung." Das berichtet OA Dr. Christian Ebner vom Krankenhaus der Elisabethinen, Linz, anlässlich der Tagung "Herzinsuffizienz - Update 2014". Bei der Linzer Herztagung werden Therapie-Innovationen für die Behandlung der Herzschwäche und damit verbundener Erkrankungen diskutiert.

Das Linzer Krankenhaus der Elisabethinen war vor fünf Jahren das erste Krankenhaus Österreichs, das Herzklappen-Patienten das neue Clip-Verfahren zur Mitralklappen-Reparatur zugänglich gemacht hat. Inzwischen wird die Methode österreichweit in acht Spitälern angewendet, bisher wurden hierzulande insgesamt knapp 240 Patienten mit der neuartigen Clip-Methode behandelt. Bei dieser minimalinvasiven Alternative zur Herzklappen-Operation wird über die Leiste ein Katheter ins Herz vorgeschoben, an dessen Spitze sich der Clip befindet. Mit diesem werden die Mitralklappen-Segel verbunden und dabei die undichten Stellen, die für die Beschwerden verantwortlich sind, abgedeckt.

Im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz wurden seit der Einführung des Verfahrens 2009 bereits 60 Patienten mittels MitraClip behandelt, berichtet OA Dr. Ebner. Sie waren im Durchschnitt 75 Jahre alt, hatten zahlreiche Begleiterkrankungen und zum Großteil eine hochgradig eingeschränkte Herzleistung. Erfolgreich abgeschlossen konnte der Eingriff bei 97 Prozent der Betroffenen werden, nur in zwei Fällen war es nicht möglich, den Clip adäquat zu platzieren. Es wurden zwischen einem bis maximal drei Clips pro Patient implantiert. "Die Mitralklappen-Insuffizienz konnte bei 98 Prozent der Patienten durch den Eingriff signifikant reduziert werden", fasst der Experte Eckdaten der bisherigen Erfahrungen zusammen. Diese decken sich mit internationalen Ergebnissen (z.B. ACCESS-EU Registry).

"Angesichts der bisherigen positiven Erfahrungen wäre es wünschenswert, dass noch mehr Mitralklappen-Patienten/-innen, die davon profitieren könnten, Zugang zu diesem innovativen Verfahren bekommen", so OA Dr. Ebner. "Eine Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Krankenhäuser diese Methode auch refundiert bekommen und nicht aus eigenen Mitteln tragen müssen. Derzeit gibt es allerdings im Rahmen der Krankenanstalten-Finanzierung dafür noch keine Abrechnungsposition."

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