FPÖ-Hofer: Kein Tropenholz für Biosprit

Kaskadische Nutzung der Ressourcen in Österreich forcieren statt Palmöl und Agrodiesel importieren

Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund drohender Gaskrisen und allgemeiner Ressourcenknappheit wird auch der Ruf nach alternativen Treibstoffformen, wie zum Beispiel Biodiesel, laut. Dass der sogenannte Biodiesel aber nicht immer "Bio" ist und in manchen Fällen keine umweltschonende Alternative darstellt, hat der freiheitliche Umwelt- und Energiesprecher und Dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer immer wieder klargemacht.

Für die Erzeugung von Agrosprit werden in einigen Bereichen die für die Regulierung des Klimas unseres Planeten wertvollen Urwälder abgeholzt. In Indonesien werden beispielsweise nach Brandrodung riesige Palmölmonokulturen geschaffen. Die Torfböden trocknen aus und die gespeicherten Treibhausgase entweichen. Dies zerstört den Lebensraum und die Existenz der indigenen Bevölkerung aber auch der Pflanzen- und Tierwelt, vor allem der Orang-Utans. Während das Palmöl in Europa aufgrund eines EU-Beschlusses als "Biosprit" konventionellem Diesel beigemengt und in Kraftwerken zur Stromerzeugung genutzt wird, werden die Kleinbauern am anderen Ende der Welt ohne Entschädigung enteignet und können sich nicht mehr ausreichend ernähren.

"Die Politik der verbrannten Erde muss ein Ende haben. Unser Ziel muss es sein, Österreich aus der Importabhängigkeit zu befreien und größtmögliche Energiefreiheit für unser Land zu erreichen", betont Hofer. Der Einsatz von Agrosprit sei nur sinnvoll, wenn die Nahrungsmittelproduktion in der Landwirtschaft im Vordergrund bleibe und biogene Reststoffe bei der Biogaserzeugung verwendet werden. Es gäbe eine Vielzahl von geeigneten Basissubtraten, die sich zur biotechnischen Umwandlung eignen, beispielsweise Gülle statt Mais. "Eine kaskadische Nutzung der Ressourcen muss in Österreich Priorität haben, ein Wettbewerb zwischen Tank und Teller mit einhergehenden steigenden Nahrungsmittelpreisen ist mit allen Mitteln zu vermeiden", fordert Hofer, der hier auf einen gemeinsamen Schulterschluss hofft und bedauert, dass die kaskadische Nutzung bei der Zuteilung von Förderressourcen in Österreich bisher vernachlässigt wurde.

Rückfragen & Kontakt:

Büro Dritter Nationalratspräsident
Ing. Norbert Hofer
01/40110-2207

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPF0001