"Heimat Fremde Heimat" am 9. November: 20 Jahre ESRA

Wien (OTS) - Silvana Meixner präsentiert in dem in HD produzierten ORF-Magazin "Heimat Fremde Heimat" am Sonntag, dem 9. November 2014, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

20 Jahre ESRA

ESRA, auf Hebräisch "Hilfe", ist der psychosoziale Dienst der jüdischen Gemeinde in Wien. Der Psychiater Alexander Friedmann erkannte vor zwei Jahrzehnten die dringende Notwendigkeit, NS-Opfer und ihre Nachfahren mit ihren Traumata nicht alleine zu lassen. Rund um das Gedenken an das November-Pogrom 1938, dem Auftakt der offenen Verfolgung und Deportation der Juden in Wien, beging ESRA sein 20-jähriges Jubiläum mit einem international hochkarätig besetzten Kongress in der Schönbrunner Orangerie. Dabei zeigten Experten neue Wege in der Traumatherapie auf. Berichtet wurde außerdem darüber, wie die Erkenntnisse aus der NS-Traumatherapie auch Opfern aus dem Jugoslawienkrieg und im heutigen Israel Heilungschancen bieten. Ein Beitrag von Sabina Zwitter-Grilc.

Flucht vor den Nazis

In der Nacht vom 9. auf 10. November 1938 sind die Nationalsozialisten gegen die jüdische Bevölkerung im deutschsprachigen Raum mit zentral organisierten Pogromen gewaltsam vorgegangen. Im Beitrag von Mehmet Akbal erzählt Gertraud Fletzberger, damals Propper, wie sie und ihre Familie von den Nazis verfolgt wurden. Schließlich gelang es ihr und zwei ihrer Geschwister, mit einem Kindertransport nach Schweden auszureisen. Ihrem Vater, der zum Christentum konvertierte, wurde die Berufsausübung als Rechtsanwalt untersagt und das Vermögen beschlagnahmt. Später gelang ihm die Flucht nach Frankreich. Die Familie wurde erst 1946 wieder vereint.

Flucht aus Afghanistan

In den Nachrichten wird fast jeden Tag über Flüchtlingsdramen im Mittelmeer berichtet. Allein in diesem Jahr sind bisher mehr als 3.000 Menschen ertrunken. Menschen riskieren bei ihrer Flucht aus Krisenregionen oder vor dem Krieg alles. Bis sie in ein sicheres Land kommen, dauert es Monate, manchmal sogar Jahre. Der junge Afghane Wasil Faisi brauchte nur eineinhalb Monate, bis er nach Österreich kam und erzählt "Heimat Fremde Heimat" von seiner Flucht. Ein Beitrag von Mehmet Akbal.

Die in HD produzierte Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Seit 25. Oktober sind die Spartenkanäle ORF III und ORF SPORT + sowie die "Bundesland heute"-Ausgaben auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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