E-Control: Rund 233.000 Strom- und Gaswechsler in den ersten drei Quartalen

In Österreich suchten sich heuer von Jänner bis September rund 233.000 Strom- und Gaskunden einen neuen Lieferanten - Ein Plus von rund 145 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Wien (OTS) - In den ersten drei Quartalen des heurigen Jahres wechselten in Österreich insgesamt rund 233.000 Strom- und Gaskunden ihren Anbieter, das ist ein Plus von rund 145 Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres. Laut der Marktstatistik des Regulators E-Control haben von Jänner bis Ende September 178.500 Stromkunden - davon mehr als 140.000 Haushalte - ihren Anbieter gewechselt. Einen neuen Gaslieferanten suchten sich rund 54.500 Kunden - darunter 51.000 Haushalte. Das entspricht einer Gesamtwechselrate der Haushalte und Unternehmen in den ersten neun Monaten heuer von drei Prozent bei Strom und vier Prozent bei Gas. Im Vorjahr hatten bis Ende September bei Strom 1,2 Prozent und bei Gas 1,7 Prozent ihrem jeweiligen Lieferanten den Rücken gekehrt. "Heuer wurde zum ersten Mal die 200.000-er-Grenze übertroffen. Nie zuvor haben sich so viele Österreicher für einen neuen Strom- und Gaslieferanten entschieden", sagt E-Control-Vorstand Walter Boltz. Für einen Anbieterwechsel gäbe es auch gute Gründe, so Boltz. "Die Ersparnisse bei einem Wechsel sind auf einen neuen Rekord geklettert." Bis zu 475 Euro spart ein Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch aktuell bei einem Wechsel vom angestammten Versorger zum günstigsten Strom- und Gaslieferanten (Netzgebiet Linz). "Treue zahlt sich im Energiebereich nicht aus", kommentiert Boltz.

Wechselraten im heurigen dritten Quartal höher als in Vorjahresquartal

Bedingt durch das Ende der VKI-Aktion, die rund 100.000 Haushalte im ersten Halbjahr für einen Wechsel genutzt haben, sind die Wechselzahlen im dritten Quartal im Vergleich zu den beiden vorigen Quartalen zurückgegangen. "Die Wechselraten sind aber weiter deutlich höher als im Vorjahr", sieht E-Control-Vorstand Martin Graf nach wie vor eine positive Entwicklung. Im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres wechselten im heurigen dritten Quartal rund 40 Prozent mehr Stromkunden ihren Anbieter, bei Gas waren die Wechselzahlen rund doppelt so hoch. "Der Zug hin zu mehr Wettbewerb ist heuer rasant angefahren und ist weiter auf Schiene", sagt Graf.

Oberösterreicher wechselten in den ersten neun Monaten am häufigsten

In den ersten neun Monaten dieses Jahres waren im Verhältnis zur Kundenzahl die Oberösterreicher die eifrigsten Wechsler mit 4,5 Prozent bei Strom (45.000) und acht Prozent bei Gas (rund 12.000). Betrachtet man nur das dritte Quartal (Juli bis Ende September) gab es prozentuell die meisten Stromanbieterwechsler in Kärnten mit 0,6 Prozent der Haushalte und Unternehmen (rund 2.200). Auf dem zweiten Platz lagen die steirischen Haushalte und Unternehmen mit 0,5 Prozent (4.600). Oberösterreich kam mit 0,4 Prozent (3.700) auf dem dritten Platz. Bei Gas wechselten im dritten Quartal die Steirer am häufigsten (2,1 Prozent bzw. 1.400), gefolgt von den Oberösterreichern mit 1,6 Prozent (2.400), Niederösterreich landete mit 0,5 Prozent (1.500) auf dem dritten Platz.

Details zu Wechselprozess in neuer Verordnung geregelt

Details zur Durchführung des Wechselprozesses wurden in einer neuen Verordnung der E-Control geregelt. Ein Teil der Verordnung trat mit Anfang November in Kraft, andere Teile werden mit Juni 2015 wirksam. "Die Verordnung soll ein einheitliches Verständnis der wesentlichen Begriffe und einen geordneten Ablauf des Anbieterwechsels sicherstellen", sagt Walter Boltz.

Ihren günstigsten Strom- und Gaslieferanten finden Konsumenten mit dem Tarifkalkulator der E-Control (www.e-control.at/tarifkalkulator).

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