Was Eltern vor der Schulanmeldung wissen sollten AK fordert Ausbau von verschränkten Ganztagsschulen

Linz (OTS) - Wenn die Frist für die Schuleinschreibung ihrer Kinder beginnt, stehen die Eltern vor vielen Fragen: Was ist das Richtige für mein Kind? Nachmittagsbetreuung oder verschränkte Ganztagsschule? Wo liegen die pädagogischen Vorteile? Wo kann ich mich informieren? "Wichtig ist, dass der Ausbau von verschränkten Schulformen endlich umgesetzt wird", betont AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Während jetzt im November wieder tausende Kinder in den oberösterreichischen Volksschulen für das Schuljahr 2015/2016 eingeschrieben werden, ist für die Anmeldung an den Neuen Mittelschulen und Gymnasien noch etwas Zeit. Bis Februar 2015 können sich die Eltern noch gründlich informieren, ehe sie ihre Entscheidung fällen.

An welcher Schule melde ich mein Kind an? Diese Frage ist nicht die einzige, die Eltern beschäftigt. Viele fragen sich auch, ob und wie man den Bedarf eines ganztägigen Schulbesuchs (in der Regel bis 16 Uhr inklusive Mittagessen) melden kann. Wenn sich zwei Drittel der Eltern und zwei Drittel der betroffenen Lehrkräfte finden und mindestens 15 Schüler/-innen zusammenkommen, kann die Schule für die jeweilige Klasse eine sogenannte verschränkte Form anbieten. Das passiert in der Realität aber viel zu selten. "Die Eltern müssen über die pädagogischen Vorteile besser informiert werden", fordert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Aber was ist die "verschränkte Ganztagsschule" oder "echte Ganztagsschule" eigentlich? Lern- und Freizeitangebote wechseln einander über den Tag verteilt ab und sind aufeinander abgestimmt. Es gibt keine Hausübungen. Sinnvolle Spiel- und Lernphasen ermöglichen eine ganzheitliche Förderung. Gerade für berufstätige Eltern stellt die verschränkte Schulform eine ideale Form dar, um die Kinder gut aufgehoben und sinnvoll beschäftigt zu wissen. Das Familienklima wird verbessert, da Eltern in schulischen Fragen entlastet werden und Kinder und Jugendliche ein Umfeld von Gleichaltrigen vorfinden.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert, dass der Ausbau von verschränkten Schulformen, wie im Regierungsübereinkommen vorgesehen, endlich umgesetzt und so die Wahlfreiheit für Eltern sichergestellt wird. "Zur Verbesserung der Wahlfreiheit soll bei Schulstandorten mit mehr als einer Jahrgangsklasse bzw. in zumutbarer Entfernung mindestens eine Klasse pro Schulstufe in verschränkter Form ganztägig angeboten werden", so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. In Oberösterreich gibt es Vorzeigeschulen, die bereits positive Erfahrungen mit der verschränkten Schulform gesammelt haben.

Die verschränkte Schulform funktioniert nur, wenn alle Kinder der Klasse daran teilnehmen. Die AK rät allen Eltern, sich bei Infoabenden in der Schule, am Tag der offenen Türe oder beim Schuleinschreiben genau zu informieren und den eigenen Bedarf bekannt zu geben. Nur so kann auf die Bedürfnisse der Schüler/-innen und der Eltern eingegangen werden.

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