Neues Volksblatt: "Ernst nehmen" (von Christian Haubner)

Ausgabe vom 7. November 2014

Linz (OTS) - Wenn in einem Betrieb Veränderungen anstehen, dann sind damit klarerweise auch Sorgen der Beteiligten verbunden. Es ist Aufgabe einer guten Führungsmannschaft, diese Sorgen ernst zu nehmen und durch eine vitale Kommunikation und eine offene Informationspolitik bestmöglich zu zerstreuen.
Das alles ist bei der Gesundheitsreform in OÖ passiert. Beim größten Spitalsbetreiber gespag etwa ist der Vorstand mehrmals in seine Häuser ausgerückt, um aus erster Hand zu informieren. Und auch bei der Erarbeitung der Reform waren Arbeitnehmervertreter eingebunden. Der Vorwurf der Arbeiterkammer, wonach die Anliegen des Pflegepersonals zu wenig berücksichtigt worden seien, ist aber auch aus einem anderen Grund zu hinterfragen: Denn schließlich gibt es in allen Bereichen der Wirtschaft - und auch des öffentlichen Lebens -stetig Änderungen und damit Anpassungsbedarf. Würden Politiker und Firmenchefs auf diese Änderungen nicht reagieren - was vordergründig die einfachere Variante wäre -, dann würde es mit Firmen, Gemeinden, Ländern und auch dem Gesundheitssystem rasch bergab gehen. Dies hätte fatale Konsequenzen nicht zuletzt für die Beschäftigten. Gerade die Tatsache, dass sich der Gesundheitsreferent und Landeshauptmann Pühringer für den kurzfristig steinigeren Weg der Spitalsreform entschieden hat, zeigt, wie sehr er die Anliegen der Beschäftigten erst nimmt.

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