KO Hirz: OÖ.Landtag: Deutliche Botschaft an Bildungsministerin - LehrerInnen wollen unterrichten und nicht verwalten und kopieren

Landtag fordert von Bildungsministerin Heinisch-Hosek mehr Unterstützungspersonal für LehrerInnen an Pflichtschulen und Entlastung von Bürokratie

Linz (OTS) - "Unsere Kinder sollen an den Schulen bestmöglich gefördert werden. Das ist eine Selbstverständlichkeit und das ist zu Recht die Erwartung der Eltern. Die LehrerInnen arbeiten intensivst daran, diese Erwartungen zu erfüllen. Sie brauchen dafür aber auch die entsprechenden Rahmenbedingungen. Sie wollen weniger Bürokratie, dafür mehr Entlastung, mehr Ressourcen und damit mehr Zeit für die Bildung unserer Kinder. Daher ist die Bildungsministerin dringend aufgefordert zu handeln." Eindringlich unterstreicht der Klubobmann und Bildungssprecher der Grünen OÖ, LAbg.Gottfried Hirz die Bedeutung des grün-initiierten Antrags in der heutigen Sitzung des OÖ.Landtags. In diesem wird Bundesministerin Heinisch-Hosek aufgefordert, mehr Unterstützungspersonal für Pflichtschulen in OÖ zur Verfügung zu stellen.

Fakt ist, dass die LehrerInnen viel Zeit für Administration, Organisation, Verwaltung, Büroarbeit bis hin zum Kopieren aufwenden müssen. Zeit, die bei der pädagogischen Arbeit mit den SchülerInnen fehlt. Zudem sind die LehrerInnen oft konfrontiert mit existenziellen Problemen von SchülerInnen. Es ist für sie aber schlicht unmöglich, nachhaltig auf deren psychischen und sozialen Probleme einzugehen und gleichzeitig den Unterrichtsstoff plangemäß zu vermitteln.

Dringend mehr pädagogisch unterstützendes Personal und Entlastung der LehrerInnen von bürokratischen Verwaltungstätigkeiten

Hirz: "Die Probleme liegen auf der Hand, ebenso die Lösung. Es muss dringendst mehr pädagogisch unterstützendes Personal geben, konkret Ressourcen für SonderpädagogInnen, BetreuungslehrerInnen, PsychologInnen, SchulsozialarbeiterInnen. Und es muss ebenso dringend eine Entlastung der LehrerInnen von bürokratischen Verwaltungstätigkeiten geben". betont Hirz. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf das große Defizit Österreichs im internationalen Vergleich bei pädagogisch unterstützendem und administrativem Personal. So rangiert Österreich bei der sogenannten TALIS Studie aus dem Jahr 2008 unter 17 OECD Ländern an letzter Stelle.

Hirz: "Dieser Beschluss hat eine weitreichende Bedeutung. Denn damit bekennt sich die gesamte OÖ. Landesregierung dazu diese Forderungen im Rahmen der Verhandlungen zur Bildungs- und Schulveraltungsreform auf Bundesebene offensiv zu vertreten".

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