Gewerkschaftsjugend: Schelling-Pläne sind blanker Hohn

Ernszt: Lehrlinge brauchen Negativsteuer

Wien (OTS/ÖGB) - "Wer seine Steuern nicht zahlt, sollte nicht durch weitere Entlastungen gefördert werden", sagt Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) zu den Steuerreformplänen von Finanzminister Hans Jörg Schelling. Die Unternehmen schulden dem Staat 1,4 Milliarden Euro. "Wenn der Finanzminister die Steuerschulden der Unternehmen eintreiben würde, wären auch die Lohnsteuersenkung und die Erhöhung der Negativsteuer leicht finanzierbar. Es ist der blanke Hohn, dass der Finanzminister jene entlasten möchte, die nicht einmal ihre Steuern zahlen", kritisiert Ernszt. Der ÖGJ-Vorsitzende fordert, dass das gesamte Volumen der Steuerreform ausschließlich den ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen zugutekommen muss.

Eine Steuerreform müsse auch die vom ÖGB geforderte Erhöhung der Negativsteuer von 110 Euro auf 450 Euro enthalten. "Lehrlinge haben zwar niedrige Lehrlingsentschädigungen und zahlen daher keine Lohnsteuer - aber dank der vorgesehenen Negativsteuer würden sie am Jahresende eine Steuergutschrift bekommen. Das kurbelt die Wirtschaft an und schafft Arbeitsplätze. Die Entlastung der Lehrlinge kann daher gar nicht früh genug in Kraft treten."

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