Leitl: Europas Zukunft hängt von Aus- und Weiterbildung ab

Duale Bildung Schwerpunktthema der 4. Donauraumkonferenz der Wirtschaftskammer Österreich

Wien (OTS/PWK787) - "Erfolg durch Kooperationen", unter dieses
Motto stellte Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl die heutige Donauraumkonferenz in seiner Eröffnungsrede. "Das heuer zum vierten Mal stattfindende Danube Region Business Forum im Haus der Wirtschaft in Wien dient dazu, Kooperationen und die Zusammenarbeit der Länder der Donauraum-Region sowie ihrer Unternehmen zu vertiefen. Oder, um es auf 'Neudeutsch' zu formulieren, lautet die Devise unserer Veranstaltung 'from contact to contract'", so Leitl. 550 Teilnehmer aus 32 Ländern bedeuteten einen neuen Besucherrekord bei der Konferenz, "und zeigen das enorme Interesse an engerer Zusammenarbeit in dieser Kernregion Europas", so Walter Koren, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Schwerpunktthemen der verschiedenen Panels waren unter anderem EU-Förderungen, die Optimierung von Wertschöpfungsketten in der Lebensmittelindustrie oder die Duale Bildung zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. In diesem Zusammenhang betonte Präsident Leitl, dass "unsere Zukunft von Aus- und Weiterbildung abhängt, denn ein gutes Bildungssystem liefert die nötigen Fachkräfte und diese tragen zur Standortsicherung bei." Österreich stehe diesbezüglich mit seinem Dualen Ausbildungssystem - wie auch Deutschland oder die Schweiz - gut da und hat wegen dieses Systems die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Auf EU-Ebene sehe es aber anders aus. "Die Reduktion der Jugendarbeitslosigkeit gehört daher zu den größten Herausforderungen der europäischen Politik. Wenn nur ein Prozent des EU-Budgets für konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit verwendet werden würde, wäre das schon ein großer Schritt in die richtige Richtung", so Leitl. "Unsere Aufgabe ist es, der Jugend Perspektiven für eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu bieten", ergänzte Martha Schultz, WKÖ-Vizepräsidentin sowie Vizepräsidentin von Eurochambres, der Dachvereinigung der europäischen Handelskammern, und dort für Bildungsfragen zuständig. "Derzeit sind nur drei Prozent der europäischen Jugendlichen in einem Dualen Bildungssystem. Das deklarierte europäische Ziel ist, bis zum Jahr 2020 rund 50 Prozent der Jugendlichen in ein derartiges System zu integrieren, um die Arbeitslosigkeit aktiv zu bekämpfen", so Schultz.

Die Wirtschaftskammer leiste im Übrigen bereits einen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit innerhalb Europas. "So läuft unter anderem ein von der slowakischen Regierung anerkanntes Pilotprojekt zur Wiedereinführung der Dualen Ausbildung in der Slowakei mit Unterstützung des WIFI sowie der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA. Weitere derartige Projekte sind gerade in Rumänien und Bulgarien im Anlaufen", berichtete Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der WKÖ sowie Institutsleiter des WIFI Österreich. (BS)

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