AKNÖ-Präsident Markus Wieser: "Steuerreformpläne von Minister Schelling nicht annehmbar!"

ArbeitnehmerInnen würden mit Lohnsteuer Steuersenkungen für Unternehmen finanzieren

Wien (OTS/AKNÖ) - AKNÖ-Präsident Markus Wieser zeigt sich irritiert über die Steuerreformpläne von Finanzminister Hans Jörg Schelling. Die Pläne würden de facto vorsehen, dass die Mehreinnahmen aus der Lohnsteuer Steuersenkungen für Unternehmen finanzieren. Das sei nicht annehmbar. Wieser pocht darauf, dass das Steuermodell von ÖGB und AK umgesetzt wird.

Eine Milliarde Entlastung für Unternehmen - das sehen die Steuerreformpläne von Finanzminister Hans Jörg Schelling vor. Die Lohnsteuersenkung soll im Gegenzug auf 3,5 Milliarden Euro gestutzt werden. "Das ist nicht annehmbar", sagt AKNÖ-Präsident Markus Wieser. "Ich frage mich auch, wie Finanzminister Schelling das rechtfertigen will."

"Heute zahlen die ArbeitnehmerInnen schon um fast sechs Milliarden Euro Lohnsteuer mehr als noch 2009. Allein die Kalte Progression bringt dem Finanzminister heuer 2,65 Milliarden Euro mehr", sagt Wieser. "Wenn die ArbeitnehmerInnen nur 3,5 Milliarden Euro bekommen und die Wirtschaft eine Milliarde, dann heißt das: Mit dem Geld aus der Lohnsteuer werden Steuerzuckerl für Unternehmen finanziert. Das kann es doch nicht sein!"

Wieser pocht weiter darauf, dass das Steuermodell von ÖGB und AK umgesetzt wird. Es sieht vor, dass die Lohnsteuer um etwa sechs Milliarden Euro im Jahr gesenkt wird. Kernstück der Reform ist es, den Eingangssteuersatz von aktuell 36,5 auf 25 Prozent zu senken. "Die sechs Milliarden Entlastung haben sich die ArbeitnehmerInnen gegenüber 2009 ohnehin schon selbst gezahlt. Jetzt ist es an der Zeit, dass die ArbeitnehmerInnen entlastet werden." Mit jedem Monat Zuwarten würden die ArbeitnehmerInnen 100 Mio. Euro an zusätzlich gezahlter Lohnsteuer gegenüber dem Vorjahr verlieren.

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