Kein Prozess für Skylink-Manger

Justiz stellt Verfahren gegen Airport-Chefs ein

Wien (OTS) - Paukenschlag im Finanzdebakel rund um die Baustelle "Skylink" am Flughafen Wien-Schwechat: Wie die "Kronen Zeitung" in ihrer Donnerstagausgabe berichtet, stellt die Justiz das Verfahren gegen die ehemaligen Flughafen-Chefs Herbert Kaufmann (65), Christian Domany (62), Gerhard Schmid und den 2009 ins Führungsteam geholten niederösterreichischen Ex-Landesrat Ernest Gabmann (65) ein. Es wird somit keinen Prozess für die Skylink-Manager geben. 25 weiteren Tatverdächtigen drohen weiterhin Anklagen - 2015 beginnen bis zu 25 Strafprozesse.
Gegen die vier Manager ermittelte die Staatsanwaltschaft Korneuburg mehr als fünf Jahre lang wegen des Verdachts eines Vergehens nach § 255 Aktiengesetz. Ihnen wurde vorgeworfen, dem Aufsichtsrat "in Berichten die Verhältnisse der Gesellschaft unrichtig wiedergegeben" zu haben. Justiz-Insider kritisieren den "Freispruch" aller vier ÖVP-und SPÖ-nahen Ex-Flughafenmanager: "Bei Ernest Gabmann war klar, dass die Vorwürfe nicht beweisbar sind - die Steigerung der Projektkosten von 410 auf 830 Millionen Euro war schon vor seinem Amtsantritt nicht mehr aufzuhalten. Aber dass sich die anderen drei Manager nicht einmal in einem Prozess rechtfertigen müssen, kommt doch etwas überraschend."

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