Abentung: IG Milch bei Preisdrückerei Erfüllungsgehilfe bestimmter Handelsketten?

Ende der Milchquote ist wirtschaftliche Realität - 50% der Produktion exportiert

Wien (OTS) - "Dass die EU-Milchquote im März 2015 ausläuft, ist den europäischen Milchbauern seit Jahren bekannt. Es ist dies eine wirtschaftliche Realität, auf die sich jeder einzelne Betrieb unterschiedlich eingestellt hat. Ist der IG Milch vielleicht entgangen, dass die österreichische Produktion schon heute zu 50% exportiert wird? Verantwortlich für den aktuellen Preisverfall am in-und ausländischen Markt ist ein plötzlicher Einbruch auf der Abnehmerseite, nicht ein Überangebot. Defensive und rückwärtsgewandte Strategien hat der Markt jedenfalls noch nie honoriert", wundert sich Bauernbunddirektor Johannes Abentung über die "Realitätsverweigerung bei den sogenannten freien Milchbauern". Die IG Milch hatte zuvor in einer Aussendung Kritik an der Quotenabschaffung geübt.

Bauernbund stellt sich schützend vor Milchbauern - Aktionen denkbar

"Besonders auffällig ist, dass sich Vertreter der IG Milch seit heute für bestimmte Supermarktketten und deren Preisdrückerei ins Zeug legen. Die 33.000 österreichischen Milchbäuerinnen und -bauern, die an die heimischen Molkereien liefern, werden mit großem Interesse verfolgen, wo die IG ihre Verbündeten sieht. Wenn ein Gewitter aufzieht, arbeitet man am Hof normalerweise zusammen. Die IG zieht es leider vor, im Weg zu stehen und andere zu behindern", lehnt Abentung derartige Zurufe der IG ab.

"Der Bauernbund hält an seiner Vorgangsweise, jede Rabattaktion unter dem Einstandspreis bei der Bundeswettbewerbsbehörde zur Anzeige zu bringen, jedenfalls fest. Wir haben davor gewarnt, dass marktbeherrschende Handelskonzerne ihre Marktmacht dazu ausnützen, die Preisspirale weiter nach unten zu drehen. Sollten sich die Handelsketten partnerschaftswidrig verhalten, behalten wir uns zum Schutz der österreichischen bäuerlichen Familienbetriebe in allen Produktionssparten weitere Aktionen vor, betont der Bauernbunddirektor.
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