Neues Arbeitszeitgesetz für Ärzte macht Med-Uni Wien uninteressant

Ärztemangel vorprogrammiert

wien (OTS/fpd) - Das neue Arbeitszeitgesetz, welches mit Jänner 2015 in Kraft treten soll, ist jetzt schon ein gehöriger Grund zur Sorge. Denn würden sich tatsächlich alle Ärzte an die vom Gesetz vorgeschriebenen 48Std. Woche halten, würden sie deutlich weniger verdienen. Dass dies aber einen Job auf der Med-Uni Wien völlig uninteressant macht, ist auch klar. Somit ist ein Ärztemangel jedenfalls jetzt schon vorprogrammiert, so der FPÖ-Wien Stadtrat, David Lasar.

Die Versorgung der Wienerinnen und Wiener mit Spitzenmedizin durch das AKH muss gesichert sein und darf keinesfalls dem Sparstift zum Opfer fallen. Seit Jahren bahnt sich ein akuter Ärztemangel in Wien an. Trotzdem werden keinerlei Gegenmaßnahmen ergriffen. Überall fehlen Ärzte mit Kassenverträgen und die medizinische Versorgung im niedergelassenen Bereich entspricht nicht annährend dem Bedarf, was stundenlange Wartezeiten für die Patienten zur Folge hat. Allein aufgrund der Tatsache, dass die Wartelisten für Turnusplätze leer sind, weil die Arbeitsbedingungen für Jungärzte in Wien miserabel sind, wird es schwierig, die dringend benötigten Stellen zu besetzen. Jetzt auch noch das Gehalt von Spitzenmedizinern herabzusetzen ist schlichtweg ein Skandal, so Lasar, der abschließend fordert, dass Ärzte einer dem Gesetz entsprechende Arbeitszeit von 48Std nachgehen können, dabei bei aber nicht auf ein entsprechendes Gehalt verzichten müssen. (Schluss)paw

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