NEOS: Es braucht europäische Solidarität im Umgang mit Asylwerbern

Niki Scherak: "Es ist sehr zu begrüßen, dass es in Europa nicht möglich sein kann, Abschiebungen um jeden Preis durchzuführen"

Wien (OTS) - Wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte nun entschieden hat, darf es bei mangelhafter Betreuung und mangelhaften Aufnahmebedingungen nicht zu einer Abschiebung kommen. "Das Urteil des EGMR ist sehr zu begrüßen, da es innerhalb Europas nicht möglich sein kann, dass Abschiebungen um jeden Preis durchgeführt werden. Insbesondere, wenn Familien involviert sind, muss gewährleistet sein, dass Kinder eine ihrem Alter entsprechende Betreuung erhalten und die Familie gemeinsam untergebracht wird", betont Niki Scherak, Menschenrechtssprecher der NEOS.

"Es zeigt sich einmal mehr, dass das System der Dublin-Verordnungen so nicht funktioniert. Daher müssen endlich auf europäischer Ebene gemeinsame Maßnahmen getroffen werden, die einen menschenrechtskonformen Umgang mit allen Asylwerbern sicherstellen. In diesem Zusammenhang bedarf es auch einer zwingenden und fairen Quotenverteilung von Asylwerbern auf alle EU-Mitgliedstaaten. Die Länder an den EU-Außengrenzen sind nicht mehr dazu in der Lage, die Situation alleine zu bewältigen. Das hat uns der EGMR mit seinem Urteil ganz klar vor Augen geführt", schließt Scherak.

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