Arbeitslosenzahlen in Österreich steigen entgegen dem EU-Trend

Entgegen dem EU-Trend steigen die Arbeitslosenzahlen in Österreich weiter an. Maßnahmen zur Förderung betroffener Arbeitsloser gefordert.

Wien (OTS) - In vielen Ländern der EU ist der Trend der Arbeitslosenzahlen am sinken. Im Gegensatz dazu steigt in Österreich jedoch die Arbeitslosigkeit stark an. Besonders betroffen sind hierbei die Langzeitarbeitslosen und die über fünfzigjährigen. Gerade diese Betroffenen berichten immer wieder von Maßnahmen die ihnen vom AMS vorgeschrieben werden, welche sie als nicht zweckmäßig empfinden. In vielen verordneten Kursen haben Sie das Gefühl lediglich die Anwesenheitspflicht zu erfüllen, um weiter bezugsberechtigt zu sein. Nachhaltigen Nutzen können viele Betroffene in solchen Maßnahmen nicht erkennen.

Vom Können älterer Arbeitnehmer profitieren

Dabei sind es doch gerade unsere älteren Mitmenschen, die unsere Gesellschaft durch ihr Wissen und Können und nicht zuletzt durch die erworbene Lebenserfahrung unterstützen können. Wenn es nicht gelingt diese Arbeitskräfte im Arbeitsprozess zu halten, entgeht der Wirtschaft erhebliches Potenzial.

Daher wären Politiker und Arbeitsmarktservice gut beraten, Anreize zu schaffen, welche die Unternehmen anspornen, auch gut ausgebildete Personen mit vielen Jahren der fachlichen Erfahrung wieder einzustellen. Eine klare Hürde sind jedoch Lohnkosten. Durch die kollektivvertraglichen Grundsätze, sind solche Mitarbeiter besser zu entlohnen als Neueinsteiger. Laut Aussage von Herrn Lukas Bichl, Präsident des Konsumentenschutz Verbandes Österreich, sollte nicht nur ein möglicher Ansatzpunkt ein Zuschuss zu den Lohnkosten angeboten werden sondern langfristig eine Senkung der Lohnnebenkosten für ältere Arbeitnehmer sowie Langzeitarbeitslose durchgesetzt werden.

Überprüfung der Erfolge in laufenden Förderprogrammen des AMS

Permanentes überprüfen der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der geförderten Programme ist notwendig, um die Fördergelder entsprechend wirksam einzusetzen. Denn sozialpolitische Entscheidungen in diesem Sektor haben nur einen Sinn, wenn sie von den Unternehmen auch angenommen werden.

Oft wäre es bestimmt idealer Fördergelder direkt an die Arbeitgeber aus zu schütten oder damit zusätzliche Anreize zu schaffen um individueller die Arbeitssuchenden zu unterstützen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des Konsumentenschutz Verbandes Österreich
Mag. Martin Miklanek
Korrespondent
martin.miklanek@konsumentenschutz.email
www.meinkonsumentenschutz.at

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