Ökosoziales Energie.Europaradar: Skandinavischen Länder vor Österreich auf Top-Positionen

Ökosoziales Forum hat Performance der europäischen Regionen im Energiebereich verglichen

Brüssel (OTS) - Das Ökosoziale Forum hat die europäischen Regionen unter die Lupe genommen und sie im Energiebereich einem Nachhaltigkeits-Check unterzogen. Vor allem die nördlichen Länder Europas schneiden besonders gut ab. Schweden und Finnland weisen die meisten Regionen mit den höchsten Punkten auf. Danach folgen die baltischen Länder, Dänemark und Österreich. Dies liegt vor allem daran, dass das bereits vorhandene Ausmaß an erneuerbarer Energie sowie das Windpotential in den skandinavischen Ländern und in Österreich deutlich höhere Werte aufweist als in anderen europäischen Regionen und Ländern. Finnland etwa hat einen Anteil an Erneuerbarer Energie von 34,3 Prozent, Österreich liegt bei 32,1 Prozent. Die Präsidentin des Ökosozialen Forums Europa Elisabeth Köstinger stellte heute gemeinsam mit Wirtschafts-Staatssekretär Harald Mahrer die Ergebnisse in Brüssel vor.

"Mit dem Ökosozialen Energie.Europaradar steht ein solides Instrument zur Verfügung, mit dem der Fortschritt europäischer Regionen auf dem Weg zur Umsetzung einer nachhaltigen Energieversorgung gemessen und evaluiert werden kann. Klar ist, dass es einen intensiven Dialog zwischen Gemeinden und Regionen und der Europäischen Union braucht. Gerade im Energie- und Klimaschutzbereich gibt es massive Unterschiede innerhalb der Länder, eine nationale Strategie greift oft zu kurz. Das sieht man zum Beispiel sehr gut an Irland, wo die nördliche Region unter den Besten ist, die südliche hingegen zum Schlusslicht gehört. Eine umfassende Energiestrategie muss daher auf regionale Gegebenheiten abgestimmt sein. Oder anders gesagt: Think global, act local", so Köstinger.

Fünf von neun österreichischen Regionen unter den Top 25

Die österreichischen Bundesländer schneiden im europäischen Vergleich relativ gut ab und zeigen eine gute und homogene Performance über alle Regionen verteilt. Insgesamt liegen die österreichischen Bundesländer im europäischen Vergleich im vorderen Drittel. Das beste Bundesland mit dem 16. Platz in der Rangliste ist Vorarlberg, gefolgt von Tirol auf Rang 18 und Salzburg auf Platz 20. Auch die Bundesländer Burgenland und Wien liegen unter den besten 25 Regionen Europas. Verantwortlich für das gute Ergebnis sind der hohe Anteil und das hohe Potential an erneuerbarer Energie, aber auch der Verzicht auf Atomenergie.

"Österreich ist in Summe gut aufgestellt, denn alle Bundesländer sind im Europaradar des Ökosozialen Forums unter den besten 50 von 240 Regionen. Ebenso sind wir Top-Performer im Bereich Erneuerbare Energie, hier sind mit dem 4. Platz eines der führenden Länder in der EU. Das gilt es weiter auszubauen. Ein wichtiges energiepolitisches Ziel muss sein, das Wirtschaftswachstum vom Endenergieverbrauch zu entkoppeln. Bisher ist das nicht gelungen. Klar ist, dass eine nachhaltige Energieversorgung eine Chance für entlegene Regionen und Küstenregionen ist, genau diese Chance gilt es zu nutzen", hebt Mahrer klar hervor.

Neben den skandinavischen Länder und Österreich befinden sich auch die meisten Regionen Portugals, Italiens, Spaniens, Bulgariens, Polens und Ungarns über dem europäischen Durchschnitt. Luxemburg und die Regionen Belgiens sowie einige Regionen des Vereinigten Königreichs zeigen tendenziell eine schlechte Bewertung. Insgesamt wurde aus der Analyse des Gesamtindex und der Einzelindikatoren ersichtlich, dass die einzelnen Mitgliedsstaaten und Regionen der Europäischen Union in Bezug auf eine nachhaltige Energieentwicklung in den nächsten Jahren große Herausforderungen zu bewältigen haben. Einerseits muss es gelingen, den Energieverbrauch und die Emissionsbelastung massiv zu verringern. Andererseits ist es aber auch notwendig, die in der Region verfügbaren Potentiale zur Erhöhung des Anteils an erneuerbarer Energie tatsächlich auszuschöpfen.

Das Energie.Europaradar stellt ein Messinstrument dar, um das Programm der Ökosozialen Marktwirtschaft weiterzuentwickeln und Fortschritte zu überprüfen. Die Zusammenfassung des Energie.Europaradars steht auf www.oekosozial.at zum Download bereit.

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