Heinisch-Hosek und Oberhauser rücken Frauengesundheit in den Fokus

Startschuss zum Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit gefallen

Wien (OTS/SK) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser haben heute, Mittwoch, den Startschuss zur Ausarbeitung eines Aktionsplans zum Thema Frauengesundheit gegeben. "Frauengesundheit ist ein Querschnittsthema", betonte Heinisch-Hosek bei der Auftaktveranstaltung im Frauenministerium. Sie freut sich daher über die Kooperation mit dem Gesundheitsministerium und das Engagement der in die Erarbeitung eingebundenen WissenschaftlerInnen, Stakeholder und Interessensvertretungen. "Das Bewusstsein für Gendermedizin hat sich geändert. Es besteht ein großes Interesse an gendersensiblen Maßnahmen", erklärte Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser. ****

Im Regierungsprogramm ist die Entwicklung eines Aktionsplans Frauengesundheit festgelegt worden, mit dem Ziel der "Qualitätsverbesserung der medizinischen Angebote für Frauen unter dem Aspekt des biopsychosozialen Modells". Denn das biologische Geschlecht und die soziale Geschlechterrolle bestimmen die Gesundheit von Frauen und Männern wesentlich mit.

"Frauen schauen auf ihre Gesundheit", sagte Heinisch-Hosek. Das sei auch das Ergebnis des kürzlich präsentierten achten Frauenbarometers. So seien Frauen in Österreich relativ gut etwa über das Brustkrebsvorsorgeprogramm und die Gratis-HPV-Impfung informiert. Dennoch, besonders die "Vereinbarkeitsfrage von Familie und Beruf" verursache viel Stress, "der auch krank machen kann", so die Frauenministerin, die es als ihre Aufgabe betrachtet, "auf die Dinge, die nicht so gut laufen, aufmerksam zu machen".

Auch Oberhauser betonte, dass in Österreich bereits vieles in Sachen Frauengesundheit passiert. Die vielen Aktivitäten der Institutionen und Programme, die sich in Österreich um die Frauengesundheit verdient machen, sollen jetzt im Nationalen Aktionsplan gebündelt und weiterentwickelt werden. "Der Aktionsplan soll entlang der verschiedenen Lebensphasen - Jugend, Alter, Berufsleben - von Frauen strukturiert sein", erklärte Oberhauser. Relevante Themen seien in diesen Lebensphasen etwa Körperbewusstsein, Aufklärung oder Schwangerschaft bzw. Schwangerschaftsabbruch, sagte Heinisch-Hosek.

In der heutigen Auftaktveranstaltung werden gemeinsam mit internationalen ExpertInnen Themenfelder abgesteckt und Inputs gesammelt. Die weitere Erarbeitung des Aktionsplans soll ebenfalls von einem breiten öffentlichen Prozess begleitet werden. Die Gesundheitsministerin wünschte allen Beteiligten "im Sinne der Frauen in Österreich viel Erfolg". (Schluss) sc/bj

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