Bundesbäuerin fordert Ausbau der Kinderbetreuung durch Tagesmütter und -väter

Schwarzmann: Verstärkte Förderung für flexible Betreuungs-Formen notwendig

Wien (OTS) - "Gerade für die kleinen Kinder ist die Betreuung durch eine Tagesmutter in der Kleingruppe eine ideale Form. Wenn die Gruppe klein und eine konstante Bezugsperson da ist, können individuelle Bedürfnisse gut berücksichtigt und eine vertrauensvolle Bindung aufgebaut werden. Weitere Vorteile für Eltern und Kinder sind die optimale Abstimmung der Betreuung und flexible Betreuungszeiten. Um das Angebot zu erweitern und zu verbessern, ist die Vereinheitlichung der Ausbildung und der Qualitätsstandards für Tageseltern notwendig", forderte heute Andrea Schwarzmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der LK Österreich.

Österreichs Bundesregierung hat heuer im Frühjahr grünes Licht für die größte Ausbauoffensive in der Kinderbetreuung gegeben. So wird der Bund den Ländern in den kommenden vier Jahren EUR 305 Mio. als Anschubfinanzierung zur Verfügung stellen. Damit kann der Ausbau in der Kinderbetreuung erfolgen. Die Bundesländer erhöhen im Zuge der Kofinanzierung diese Summe um weitere EUR 135 Mio. Damit soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert sowie die Wahlfreiheit für Familien vergrößert werden.

Schwerpunkt ist der Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder bis zu drei Jahren. In den kommenden vier Jahren sollen dadurch rund 30.000 neue Plätze geschaffen werden. Zudem soll auch die Qualität verbessert werden, wie etwa durch flexiblere Öffnungszeiten und den Ausbau der Tageselternbetreuung.

"Es ist überaus positiv, dass nun die Länder mit dem Bundeszuschuss auch die Kinderbetreuung durch Tagesmütter und -väter besser unterstützen können. Allerdings braucht es dazu auch verbindliche quantitative Zielvorgaben. Die Bundesländer sind daher aufgerufen, in ländlichen Gemeinden auf die große Nachfrage nach flexiblen Lösungen in diesem Bereich zu reagieren. Gerade am Land könnte die Kinderbetreuung durch Tagesmütter und -väter rasch umgesetzt beziehungsweise noch erweitert werden. Auch das Interesse für Kinderbetreuung am Bauernhof ist sehr groß, daher sollten wir jetzt die Chance nutzen und das Angebot zügig erweitern", so die Bundesbäuerin.

Die Arbeitsgemeinschaft wurde 1972 gegründet und vertritt die Interessen von rund 130.000 österreichischen Bäuerinnen. Die bundesweite Koordinierung der in allen Bundesländern vertretenen ARGE erfolgt in der Landwirtschaftskammer Österreich.
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