FP-Gudenus: Suchtzentrum am Alsergrund löst keine Drogenprobleme

Mehr Therapieplätze schaffen statt lediglich Spritzentausch anbieten

Wien (OTS/fpd) - Im Zuge der Debatte rund um das Suchtzentrum am Alsergrund wird landauf landab das Thema Drogen und vor allem die Freigabe von Cannabis erneut diskutiert. Zwar wird behauptet, dass die Zahl der Drogentoten österreichweit rückläufig ist, dabei wird allerdings außer Acht gelassen, dass vor allem in Wien immer weniger Autopsien durchgeführt werden und folglich die Dunkelziffer weit höher sein dürfte. Knapp die Hälfte aller Drogenkonsumenten entfallen auf die Bundeshauptstadt. "Anstatt Drogenkranken echte Hilfestellungen in Form von Therapieplätzen und Wiedereingliederungsmaßnahmen in die Gesellschaft zu bieten, wird ihnen lediglich die Chance gegeben, ihre Spritzen zu tauschen", kritisiert FPÖ-Klubobmann Mag. Johann Gudenus.

Dass sich das neue Suchtzentrum noch dazu im direkten Umfeld von Schulen und Kindergärten befindet, zeigt einmal mehr, wie wenig Gedanken man sich im Wiener Rathaus über die Sorgen der Bevölkerung macht. Wenn dann gleichzeitig die jungen NEOS sowie die SJ und die jungen Grünen eine Freigabe von Cannabis fordern, wird deutlich, dass rot-grün-pinke Politik nicht viel Wert auf Jugendschutz legt. Sogar Drogenexperte Wilhelm Burian, der in den 80er Jahren ebenfalls für eine Freigabe von Cannabis war, ist mittlerweile anderer Ansicht und hält in einem aktuellen Interview mit der Wochenzeitung "Falter" fest, dass Cannabis durch die halluzinogene Substanz THC sehr wohl psychotische Symptome und dadurch gewisse Schäden hervorrufen kann. "Kommen Kinder und Jugendliche nun durch die Fehlplanung des neuen Suchtzentrums am Alsergrund vermehrt in Kontakt mit teilweise auch dealenden Junkies, besteht die Gefahr, dass sie mit Drogen aller Art in direkten Kontakt kommen. SPÖ-Stadträtin Wehsely sollte sich vielleicht auch darüber Gedanken machen", so Gudenus und kündigt weitere Initiativen gegen den neuen Drogen-Hotspot in der von der FPÖ verlangten Sondersitzung des Gemeinderates am 12. November an. (Schluss)

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