Philippinen: Ein Jahr nach der Taifun-Katastrophe

Die Hilfe für den Wiederaufbau auf den Philippinen kommt an. Caritas Präsident Michael Landau eröffnet neue Schule für 150 SchülerInnen.

Wien (OTS) - Vor einem Jahr, am 8.11.2013, fegte der Taifun Haiyan über die Philippinen hinweg. Millionen Häuser wurden zerstört, mehr als vier Millionen Menschen waren ohne Obdach. Der Taifun hat nicht nur Infrastruktur, sondern auch 600.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche vernichtet. Insgesamt waren 14 Millionen Menschen betroffen, darunter sechs Millionen Kinder.

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Ihre Hilfe kommt an
Ebenso groß wie die Zerstörung waren auch die Anteilnahme und die internationale Hilfe: "Bereits wenige Tage nach der Katastrophe sind die Soforthilfepakete der Caritas eingetroffen", so Caritas Auslandshilfe Generalsekretär Christoph Schweifer. "Vor allem Kinder und alte Menschen wurden rasch mit überlebensnotwendigen Lebensmittelpaketen versorgt. Gemeinsam mit lokalen Partnern und dem Caritas-Netzwerk hilft die Caritas Österreich bis heute beim Wiederaufbau und unterstützt die Menschen dabei, wieder selbst für sich und ihre Familien sorgen zu können."

Insgesamt hat die Caritas mit Hilfe der SpenderInnen aus Österreich über 118.400 Menschen erreicht: Mehr als 100.000 Taifun-Opfer in Cebu, Panay und Negros wurden im Rahmen der Nothilfe unterstützt. 7.500 Menschen erhielten Nutztiere, Saatgut, Boote und Fischereiutensilien und konnten so zurück in den Alltag finden. Im Wiederaufbau und der Wiederherstellung der Lebensgrundlagen hat die Caritas Österreich bislang über 10.900 Menschen geholfen.

Der Wiederaufbau zerstörter Häuser wird noch bis Ende 2015 dauern. In der Gemeinde Tambak, im Norden der Insel Panay, konnten Häuser bereits bezogen werden: "Die neuen Häuser wurden durch spezielle Bautechniken widerstandsfähiger gegenüber Stürmen aufgebaut und sind mit Sanitäranlagen und kleinen Hausgärten ausgestattet", erläutert Schweifer. "40 Familien haben damit ein Zuhause gefunden und können ein neues Leben beginnen." Derzeit befinden sich insgesamt 690 Häuser im Bau.

Zerstörte Schule wiederaufgebaut
Im Oktober 2014 konnte ein weiteres Wiederaufbauprojekt in der Gemeinde Concepcion fertig gestellt werden. Hier wurde eine von der Pfarre geführte Schule vom Taifun vollständig zerstört. 150 Grundschul- und Vorschulkinder konnten seither nur in Zelten im Hof der zerstörten Schule oder Büroräumen der Gemeinde unterrichtet werden. In Zusammenarbeit mit der Erzdiözese Jaro wurde die Schule nun wiederaufgebaut und am 27. Oktober 2014 feierlich eröffnet.

"Die neue Schule bietet 150 Kindern einen sicheren Ort, wo sie das notwendige Rüstzeug für ein selbstbestimmtes Leben und die Chance auf eine bessere Zukunft erhalten", so Caritas Präsident Michael Landau bei der Eröffnung der Schule. "Ich will mich bei allen bedanken, die am Wiederaufbau der Schule so tatkräftig mitgewirkt haben. Nur dank des unermüdlichen Einsatzes aller Beteiligten und der Spenden der Österreicherinnen und Österreicher auch im Rahmen der 'Nachbar in Not'-Taifunhilfe können wir die Menschen auf den Philippinen auch weiterhin unterstützen."

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