FSG-Wien-Meidlinger: Beim Wachstumsschub sind auch ArbeitgeberInnen gefragt

Gewaltige Herausforderungen durch raschen Bevölkerungszuwachs

Wien (OTS/FSG) - Seit Anfang Oktober zählt Wien bereits 1,8 Millionen Einwohner - dem höchsten Stand seit dem Jahre 1934 - und wird in den nächsten Jahren um jeweils 20.000 bis 25.000 Menschen wachsen. "Eine gewaltige Herausforderung die nur gemeinsam zu bewältigen ist. Da sind auch die ArbeitgeberInnen gefragt mitzumachen", stellt der Vorsitzende der FSG-Wien, Christian Meidlinger, fest. Die Wiener Wirtschaftskammer scheint diese Entwicklung allerdings zu verschlafen. Meidlinger: "Dort träumt man nur noch von der Sonntagsöffnung und wacht nicht aus dem Tiefschlaf auf."++++ Bereits in den vergangenen 14 Jahren ist Wien um 250.000 BewohnerInnen gewachsen. Etwa genauso so viele Menschen wie derzeit in Graz leben. Obwohl die WienerInnen immer älter werden, wird Wien statistisch gesehen bereits im Jahre 2016 das jüngste Bundesland sein. 14,2 Prozent der HauptstadtbewohnerInnen sind heute bereits unter 15 Jahre. Meidlinger: "Die sozialdemokratisch geprägte Stadtregierung pumpt bereits seit Jahren Milliarden Euro in die Zukunft der Bevölkerung. Ich vermisse aber die Anstrengungen der ArbeitgeberInnen beispielsweise bei der Schaffung von Lehrstellen oder alternsgerechten Arbeitsplätzen."
Die Ausbildungsbereitschaft der Wiener Privatbetriebe sank in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch. Gab es 1980 noch 29.776 Lehrstellen in der Privatwirtschaft, waren es 2000 nur mehr 14.598. Inzwischen ist der absolute Tiefststand von 12.755 Lehrstellen (Stand Juni 2014) erreicht. Gleichzeitig ist die Wirtschaft kaum bereit ältere ArbeitnehmerInnen zu beschäftigen, und lehnt ein vernünftiges Bonus-Malus-System zu diesem Thema ab. Meidlinger: "Der neue Wiener Wirtschaftskammerchef raunzt dagegen über steigenden Fachkräftemangel und verschwendet viel Energie in eine sinnlose Debatte über die Sonntagsöffnung. Anders dagegen die sozialdemokratisch geführte Wiener Stadtpolitik. Die hat eine Ausbildungsgarantie abgegeben um der Jugend nicht die Zukunft zu nehmen."
Wien als wachsende Großstadt mit einer besonderen Anziehungskraft sowohl für die Bevölkerung als auch für den Tourismus muss daher seine Infrastruktur, wie öffentlichen Verkehr, Gesundheitswesen, Bildung, Sozialdienste sowie den sozialen Wohnbau ständig dem Bevölkerungswachstum anpassen. Das muss finanziert werden. Meidlinger: "Das muss einerseits bei den nächsten Finanzausgleichsverhandlungen mit dem Bund berücksichtigt werden, andererseits sind Investitionen in die Zukunft von den Stabilitätskriterien auszunehmen. Die Wachstumsregion Wien muss stärker gefördert werden."

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