Neues Volksblatt: "Kampf um den Stadl" von Andreas HUTTER

Ausgabe vom 4. November 2014

Linz (OTS) - Alles hat ein Ende, nur die Wurscht hat zwei. Mit Jahresende wird die dienstälteste Samstagabendshow "Wetten, dass ..?" vom ZDF eingestellt, 2015 könnte der nur um drei Wochen jüngere, von der ARD produzierte "Musikantenstadl" folgen. Beide Sendungen liefen 1981 vom Stapel, der "Stadl" wurde vom Linzer Karl Moik im ORF-Landesstudio OÖ erfunden und erstmals am 5. März '81 aus Enns übertragen. Auch die letzte Sendung könnte aus dem Land ob der Enns kommen: der "Silvesterstadl" 2015/ 2016 aus der Linzer Sportarena. Während der Publikumszuspruch in Österreich stabil ist, hatte die ARD am deutschen Markt zuletzt mit Rückgängen zu kämpfen. Ist der "Stadl" für die einen der Inbegriff der "Humptata-Gesellschaft", so ist er für die anderen ein Stück Heimat, eine Art Bierzelt, das man sich seit 33 Jahren am Wochenende ins Wohnzimmer holt. Viele Seher sind mit der Sendung alt geworden - im Schnitt heute 68 Lenze. Umso bemerkenswerter, dass in einer Woche mehr als 10.220 Fans die Facebook-Seite "Wir sagen ja, zum Musikantenstadl im TV" unterzeichnet haben, gelten doch Pensionisten als nicht gerade Internet-affin. Den "Stadl", wie kolportiert, durch die ähnlich gelagerte "Schlagernacht" zu ersetzen, hieße bloß, alten Wein in neue Schläuche füllen. Da könnte man, solange es so großen Publikumszuspruch gibt, auch gleich das Original weiterführen.

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