- 03.11.2014, 12:09:24
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"Vom Ich zum Wir" - Gemeinnützigkeit hat Potential zum Megatrend
Präsentation der Zukunftsinstitut-Trendstudie "Die Zukunft der Gemeinnützigkeit"
Utl.: Präsentation der Zukunftsinstitut-Trendstudie "Die Zukunft der
Gemeinnützigkeit" =
Wien (OTS) - Die egogetriebene "Superindividualisierung" der Menschen
- wie sie von vielen befürchtet wird - bleibt aus. Das neue
gesellschaftliche Motto lautet: "Vom Ich zum Wir". Ein neuer
Megatrend, nämlich jener der Gemeinnützigkeit, ist gerade im
Entstehen. Das sind zentrale Erkenntnisse der neuesten Studie über
die Zukunft der Gemeinnützigkeit, die das Wiener Zukunftsinstitut
gemeinsam mit der Vinzenz Gruppe heute, 3. November, ab 18.30 Uhr im
Wiener TechGate präsentiert. ++++
Die klassischen Sektoren - jedenfalls "Staat" und "privat" -
brauchen die Gemeinnützigkeit, um auch künftig noch ihre Aufgaben für
die Mehrheit zufriedenstellend erfüllen zu können. Gemeinnützigkeit
trägt immer stärker dazu bei, die großen Herausforderungen in den
Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung, Umwelt und Kultur in einer
vernetzter werdenden Gesellschaft zu bewältigen. Gemeinnützige
Initiativen liegen derzeit im Trend und je rauer der Wind weht, umso
öfter bilden sich Netzwerke der Selbsthilfe.
"Schon während der Arbeit zur Studie zeigte sich, dass die Basis
unserer modernen Gesellschaft die Struktur komplexer Netzwerke ist -
und das diametral anders, als bisher gedacht wurde", erklärt
Studienautor Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut Österreich. "Das
führt zu Veränderungen, die unsere Gesellschaft auf den Kopf
stellen."
Üblicherweise unterteilt man heute noch die Organisation der
Gesellschaft in getrennte Funktionssysteme und geht dabei von drei
zentralen Sektoren aus: Politik, Markt und Non-Profit-Organisationen.
Die Gemeinnützigkeit wird gemeinhin dem 3. Sektor zugeordnet. Dieses
- trennende - Denken erweist sich als überholt, wie die
Zukunftsanalyse offenlegt. "Es etabliert sich vielmehr gerade ein
vierter Sektor, der die bisherigen drei Sektoren vereint und darüber
hinausgeht", beschreibt Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz
Gruppe und Auftraggeber der Trendstudie. "Die Kernleistung dieses
vierten Sektors besteht aus klugem Vernetzen und dem Entwickeln von
Lösungsansätzen für drängende Probleme unserer Gesellschaft."
Gemeinnützigkeit ist demnach in erster Linie als Haltung oder
Zugang zu verstehen, und nicht als Organisationsform. Die epochale
Verschiebung unserer gesellschaftlichen Grundstrukturen, von
getrennten Funktionssystemen hin zu komplexen Netzwerken, erfordert
auch eine fundamentale Anpassung unseres Denkens. Patentlösungen sind
out. Vielfältige Denkansätze sind in. Statt "endweder-oder" darf es
auch "sowohl-als-auch" sein. Materielle Werte verlieren zunehmend an
Relevanz gegenüber durch Beteiligung bestimmte Werte.
Die Präsentation der Ergebnisse erfolgt heute, am 3. November,
18.30 Uhr im Wiener TechGate. Im Anschluss daran diskutieren Dr.
Harald Mahrer (Staatssekretär im Bundesministerium für Wissenschaft,
Forschung und Wirtschaft), Mag. Georg Kapsch (Präsident der
Industriellenvereinigung), Harry Gatterer (Geschäftsführer des
Zukunftsinstituts), Mag.a Marie Ringler, MBA (Länderdirektorin Ashoka
Österreich), Dr. Werner Kerschbaum (Generalsekretär Österreichisches
Rotes Kreuz) und Dr. Michael Heinisch (Geschäftsführer der Vinzenz
Gruppe) über die aktuelle und künftige Bedeutung der
Gemeinnützigkeit.
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