• 03.11.2014, 09:42:22
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WKÖ: Nach solide bestandenem Stresstest - Rahmenbedingungen für Banken verbessern

WKÖ-Rudorfer: Anreize für Investitionen und Wachstum schaffen

Utl.: WKÖ-Rudorfer: Anreize für Investitionen und Wachstum schaffen =

Wien (OTS/PWK761) - Mit einem soliden Ergebnis aus dem härtesten,
jemals durchgeführten Stresstest starten auch Österreichs Banken nun
in die einheitliche europäische Aufsichtsarchitektur (Single
Supervisory Mechanism, SSM). Dieser Test war für Banken und Aufsicht
ein gewaltiger Kraftakt, der enorme Kapazitäten gebunden hat. Noch
nie zuvor hat es eine derart umfangreiche Bewertung großer Teile der
Bilanzen von Banken gegeben. Damit ist nun nicht nur das so wichtige
Vertrauen in den europäischen und österreichischen Finanzsektor
deutlich gestiegen, sondern wieder mehr Kapazitäten für die Kundinnen
und Kunden frei. "Zusammen mit dem Abwicklungs- und
Einlagensicherungsfonds, den beiden weiteren Säulen der Bankenunion,
steht der Finanzsektor auf solidem Fundament, dem die Kunden
vertrauen können", betont Franz Rudorfer, Geschäftsführer der
Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ).

Damit die Kreditvergabe wieder anspringe, brauchen die
österreichischen Banken aber auch wettbewerbsfähige
Rahmenbedingungen, so Rudorfer und erklärt: "Die Banken mit ihrer
wichtigen Funktion als Blutkreislauf der Wirtschaft haben den
härtesten Gesundheitstest solide bestanden. Nun braucht es frische
Luft für Investitionen und Wachstum und eine regulatorische
Atempause, um sich nun wieder noch stärker auf die Kernaufgabe, der
Vergabe von Krediten, konzentrieren zu können."

Mit der europäischen Aufsichtsarchitektur und den Fonds entfällt
auch die letzte Rechtfertigung für einseitige Belastungen, wie der
überproportionalen österreichischen Bankenabgabe, dem Hemmschuh für
Investitionen und Wachstum. "In einem ersten Schritt muss daher
zumindest die Dotierung der beiden Fonds auf die Bankenabgabe
angerechnet werden. In einem ohnehin herausfordernden Umfeld, geprägt
von niedrigem Wachstum und einem Zinstief", zeigt sich Rudorfer
überzeugt, "gibt es keinen Platz mehr für die überproportional hohe
Bankenabgabe in Österreich." Deshalb fordert Rudorfer: "Gemeinsam
müssen wir nun alles daran setzen, Anreize für Investitionen zu
schaffen, um damit das so wichtige Wachstum als Basis für
Arbeitsplätze und Wohlstand anzukurbeln."

In der neuen europäischen Aufsichtsarchitektur unter Leitung der
Europäischen Zentralbank (EZB) muss bei gegebenem Bekenntnis der
österreichischen Kreditwirtschaft zu einer leistungsfähigen Aufsicht
alles daran gesetzt werden, dass Mehrgleisigkeiten vermieden, ein
gelebtes Proportionalitätsprinzip etabliert und Effizienz des neuen
Systems sichergestellt werden.
"Österreichs Banken ruhen sich nicht auf dem von der Aufsicht als
solide bezeichneten Ergebnis aus, sondern arbeiten an der weiteren
Verbesserung der Qualität ihrer Bilanzen und ihres Eigenkapitals. Um
den Spagat zwischen Kapitalaufbau und Kreditvergabe zu schaffen,
braucht es aber auch wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen", schließt
Rudorfer. (PM/JR)

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