Walser: Krypta am Heldenplatz verkommt zur Kranzabwurfstelle!

Grüne fordern auch für Heldenplatz zeitgemäße Erinnerungskultur.

Wien (OTS) - "Die Krypta am Heldenplatz wirkt wie eine Kranzabwurfstelle für die Spitzen des Staates, klammheimlich ist Verteidigungsminister Gerald Klug zum untragbaren früheren Zustand zurückkehren. Wem oder woran da gedacht wird, erscheint nebensächlich", kritisiert der Grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser die unhaltbare Gedächtnis-Situation in der Krypta mit Verweis auf den letzten Nationalfeiertag: "Seit Jahren mache ich darauf aufmerksam. Trotz vieler Versprechungen ist aber kaum etwas passiert."

Walser, selbst Historiker, beanstandet schon seit Jahren die problematische Situation am Heldenplatz. Als er aufgedeckt hatte, dass hier unter anderem auch namentlich erwähnten NS-Massenmördern gedacht wurde, kam es zumindest kurzfristig zur Schließung der Krypta und dem Versprechen, eine komplette Neugestaltung in Angriff zu nehmen: "Inzwischen ist aber kaum etwas geschehen, wir haben noch nicht einmal eine Ausschreibung, geschweige denn ist die Finanzierung gesichert der Umgestaltung gesichert."

Walser hatte die Einrichtung eines internationalen wissenschaftlichen Beirats zur Erstellung von Leitlinien für die Umgestaltung des Heldendenkmals im Äußeren Burgtor begrüßt: "Man sollte nun aber auch den Empfehlungen der Expertinnen und Experten folgen." Mit der zögerlichen Haltung habe man die einmalige Chance verpasst, mit der Eröffnung des Deserteursdenkmals zugleich auch einen sichtbaren Schritt in Richtung Umgestaltung des Heldendenkmals zu setzen: "Das wäre, wenn der ursprüngliche Zeitplan eingehalten worden wäre, leicht möglich gewesen. Es muss endlich Schluss sein mit einer Erinnerungskultur, die sich zwischen völlig unzeitgemäßer Heldenverehrung bis hin zum braunen Nazi-Mief abspielt."

In einer Anfrage verlangt der Grüne Abgeordnete von Verteidigungsminister Gerald Klug Aufklärung über den Stand der Vorbereitungen und die finanzielle Absicherung des Projekts.

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