Bundesheer: Entminungsdienst leistet tausendsten Einsatz 2014

Wien (OTS/BMLVS) - Diese Woche, am Freitag, den 31. Oktober 2014, erfolgte der tausendste Einsatz des Entminungsdienstes (EMD) im Jahr 2014. Somit mussten die Entminungsexperten heuer bis zum jetzigen Zeitpunkt bereits öfter ausrücken als im gesamten vergangenen Jahr. Seit der Eingliederung des Entminungsdienstes in das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport am 1. Jänner 2013 wurde dieser fast 2.000 Mal zu Einsätzen gerufen.

Beim tausendsten Einsatz handelte es sich um eine Betonbombe, die bei Grabungsarbeiten in Enns entdeckt worden war. Die Experten der Außenstelle Hörsching sprengten sie noch vor Ort. Am selben Tag entschärfte der Entminungsdienst außerdem drei Granaten, die auf einer Baustelle im Windpark Pottendorf, Niederösterreich, gefunden worden waren.

Wolfgang Korner, Leiter des Entminungsdienstes, über seine Arbeit:
"Bei unserem Job ist die Gefahr allgegenwärtig, doch meine Kollegen und ich sind ein eingespieltes Team mit viel Erfahrung." Das Bundesheer ist für die Entschärfung von Kriegsmaterial aus der Zeit vor 1955 zuständig.

Alleine im September rückte das 15-köpfige Team zu 102 gemeldeten Funden von Kriegsrelikten aus. Rund 3,8 Tonnen Kriegsmaterial haben die EMD-Experten dabei geborgen, abtransportiert und vernichtet. Aus dem Ossiacher See in Kärnten bargen dieses Jahr sechs Taucher des Entminungsdienstes sieben Tonnen Kriegsrelikte des Ersten und Zweiten Weltkriegs.

"Findet man verdächtiges Material - nicht berühren, sondern umgehend der nächsten Polizeiinspektion melden", erklärt Korner. Mitarbeiter des EMD begeben sich sodann zur Fundstelle, um das Material zu identifizieren und abzutransportieren. Gefährliche, nicht transportierfähige Munition wird an Ort und Stelle vernichtet. Absperr- und Evakuierungsmaßnahmen werden in diesem Fall gemeinsam mit der Sicherheitsbehörde getroffen. Diese ist auch für die Anforderung des Entminungsdienstes zuständig. "Die Zusammenarbeit zwischen dem Entminungsdienst und der Exekutive erfolgt immer reibungslos", so Korner. Der EMD hat seine Dienststelle in Wien, sowie Außenstellen in Graz und in Linz-Hörsching.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Kommunikation / Presse
Tel.: +43 664-622-1005
presse@bmlvs.gv.at
http://www.bundesheer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0001