Pfurtscheller: Internationale Staatengemeinschaft muss Fokus auf syrisch-türkische Grenze richten, um noch größeres humanitäres Drama zu verhindern

ÖVP-Menschenrechtssprecherin im Resümee über eine "emotional sehr anstrengende Reise" an die türkisch-syrische Grenze

Wien, 2. November 2014 (ÖVP-PK) "Besonders die Besuche in
den Flüchtlingscamps in Suruc und nahe Diyarbakir haben
deutlich gemacht, dass diese Menschen dringend Hilfe in Form
von sowohl humanitärer als auch politischer Unterstützung brauchen", sagt ÖVP-Menschenrechtssprecherin Abg. Elisabeth Pfurtscheller nach ihrer "emotional sehr anstrengender Reise",
die sie in den letzten Tagen gemeinsam mit Politikern der
Grünen und der SPÖ zu Flüchtlingslagern an der türkisch-syrischen Grenze geführt hat. ****

"Zu bewundern ist die Solidarität der türkischen Kurden,
die im grenznahen Gebiet selbstlos und mit privaten Mitteln
die Flüchtlinge mit dem Nötigsten versorgen. Anerkennenswert
ist aber auch, dass die Türkei seit Beginn der Syrien-Krise
bisher geschätzte rund 1,8 Millionen Flüchtlinge über die
Grenze kommen ließ", bittet die ÖVP-Menschenrechtssprecherin
die Türkei, "in ihren Bemühungen um die Versorgung der
Menschen nicht nach zu lassen".

Besonders bewegt Pfurtscheller die Lage der Jesiden, die
als religiöse Minderheit um ihre Sicherheit bangen und nach
ihrer Einschätzung nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren
können. "Sie alle sind traumatisiert von den schrecklichen Ereignissen während ihrer Vertreibung aus Sindschar. Es ist
daher verständlich, dass sie sich wünschen, als heimatlose Minderheit unter den Schutz der UNO gestellt zu werden", unterstützt die ÖVP-Abgeordnete diesen Wunsch.

Derzeit werden die Jesiden von den kurdischen Gemeinden
der Umgebung versorgt, es fehlt aber an wintersicheren Zelten, warmer Kleidung, Matratzen und Decken, medizinischer
Versorgung und Lebensmitteln. "Die internationale Staatengemeinschaft, die EU und internationale NGOs sind
gefordert, ihren Fokus auf die syrisch-türkische Grenze zu
richten und schnellstmöglich Hilfe zu leisten, um ein noch größeres humanitäres Drama zu verhindern", schließt die ÖVP-Politikerin. (Schluss)

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