ORF III am Montag: Themenabend ewiges Leben und Fortsetzung des Medienkunstprojekts "Artist in Residence"

Außerdem: "Wiener Vorlesungen" über Kommunikation und Öffentlichkeit via Social Media

Wien (OTS) - Dem Traum vom ewigen Leben widmet sich der Doku-Hauptabend in ORF III am Montag, dem 3. November 2014. Die Dokumentation "Mission Zukunft: Der Traum vom ewigen Leben" lotet um 20.15 Uhr die medizinischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten aus, die für eine unendliche Verlängerung des Lebens entwickelt werden könnten. An ein ewiges Leben glaubt der Brite Aubrey de Grey. Die Dokumentation "Wer möchte ewig leben?" um 21.05 Uhr hinterfragt seine Theorie, ebenso ob ewiges Leben überhaupt erstrebenswert ist. Alterskünstlern aus dem Tierreich geht danach um 22.50 Uhr die Dokumentation "Die 10 ältesten Tiere der Welt - Methusalems Geheimnis" auf den Grund. In den "Wiener Vorlesungen" diskutieren um 23.45 Uhr Filmregisseurin und Autorin Andrea Maria Dusl und Medienwissenschafterin Jana Herwig mit Hubert Christian Ehalt über Facebook und Co.: "Social Media - Wie gestalten sie Beziehungen zwischen öffentlich, privat und intim?" Über den ganzen Programmtag verteilt - von 9.00 bis ca. 0.45 Uhr - geht das ORF-III-Medienkunstprojekt "Artist in Residence" mit dem Beitrag "Quotenpublikum" der freischaffenden Künstlerin Amina Handke in die zweite Staffel: eine Porträtreihe aus 13 jeweils dreiminütigen Interventionen mit medialen Persönlichkeiten wie maschek, Valie Export, David Schalko oder Peter Patzak.

Die Sendungen im Detail:

Themenabend ewiges Leben: "Mission Zukunft: Der Traum vom ewigen Leben" (20.15 Uhr), "Wer möchte ewig leben?" (21.05 Uhr), Die 10 ältesten Tiere der Welt - Methusalems Geheimnis" (22.50 Uhr)

Die Lebenserwartung des Menschen ist in den vergangenen zwei Jahrhunderten rasant angestiegen. Wird diese Kurve weiter bergauf gehen? Lebenswichtige Organe wie das Herz können ausgetauscht, neue Organe mit Stammzellentechnik künstlich produziert werden. Wo liegen die medizinischen und ethischen Grenzen? Die US-Dokumentation "Mission Zukunft: Der Traum vom ewigen Leben" führt in eine Utopie, die verdächtig real erscheint.
"Wer möchte ewig leben?" geht danach den Thesen des Briten Aubrey de Grey auf die Spur. Seine Anhänger sehen in ihm den neuen Charles Darwin, seine Kritiker werfen ihm vor, ein Blender zu sein, der mit menschlichen Sehnsüchten spielt. De Grey hat sich zur Lebensaufgabe gemacht, den Menschen das ewige Leben zu bringen. Alter ist für ihn eine Krankheit, die als Todesursache ausscheiden könne. Trotz einer intensiven Auseinandersetzung zwischen Topbiologen konnte seine Theorien noch niemand ganz widerlegen. Der Dokumentarfilm klopft seine Visionen auf Machbarkeit ab und stellt auch die essenzielle Frage: wollen wir denn wirklich ewig leben?
Schildkröten, Wale, Hummer und Co. leben es uns vor - so richtig alt werden ist in der Natur möglich. Selbst die Lebenszeit von Fliegen kann mit Tricks auf das Dreifache der Norm verlängert werden. Warum nicht auch beim Menschen? Die Dokumentation "Die 10 ältesten Tiere der Welt - Methusalems Geheimnis" geht spannenden Alterungsphänomenen in der Natur auf die Spur und fragt, welche Codes der Mensch davon für sich knacken könnte.

"Wiener Vorlesungen: Social Media - Wie gestalten sie Beziehungen zwischen öffentlich, privat und intim?" (23.45 Uhr)

Das Internet hat die Möglichkeit räumlich unbegrenzter weltweiter Kommunikation geschaffen. Obwohl die meisten elektronischen Mitteilungen in einer Situation verfasst werden, in der der/die Schreiber/in sich allein vor einem Monitor befindet, ist das Geschriebene, das häufig persönlich und bisweilen sehr privat ist, eine "Veröffentlichung", die von NSA und Co. jederzeit aufgezeichnet werden kann. Im Gespräch mit Hubert Christian Ehalt widmen sich Filmregisseurin und Autorin Andrea Maria Dusl und Medienwissenschafterin Jana Herwig diesem merkwürdigen Cross-over von öffentlicher, beruflicher, privater und intimer Sphäre sowie der Frage, welche Auswirkungen das Internet auf die realen Beziehungen der Menschen hat.

"Artist in Residence": "Quotenpublikum" von Medienkünstlerin Amina Handke (9.00, 9.55, 10.45, 11.50, 13.00, 13.55, 15.00, 15.55, 16.45, 17.45, 18.35, 19.40, 0.45 Uhr)

Amina Handke, freischaffende Künstlerin mit Schwerpunkt audiovisuelle Medien, leitet die neue Saison von "Artist in Residence" mit einer Reihe von 13 Porträts ein, die sich intensiv mit der Medienwelt des Fernsehens auseinandersetzen. 16 Expertinnen und Experten mit unterschiedlichem professionellem Verhältnis zur Medienkultur werden beim Fernsehen beobachtet. Damit repräsentieren sie einen subjektiv ausgewählten, vielfältigen Publikumsquerschnitt. Sie verkörpern -allerdings nur scheinbar - den abstrakten Begriff der "Quote", deren Repräsentativität und Erhebungsmethoden mit dieser Arbeit thematisiert und in Frage gestellt werden. Vor dem Bildschirm sitzen Medienwissenschafterin Andrea Braidt, Autoren und Mediengestalter Marc Carnal und Max Horejs, Schauspielerin Mercedes Echerer, Okto-Programmintendantin Barbara Eppensteiner, Medienkünstlerin Valie Export, ORF-III-Moderatorin Ani Gülgün-Mayr, maschek-Mitglieder Peter Hörmanseder und Robert Stachel, Medienkünstler/innen Gerda Lampalzer und Manfred Oppermann, Alexis Nshimyimana Neuberg, Leiter von Radio Afrika TV, Regisseur und Autor David Schalko, Filmemacherin Dagmar Streicher, Bundesminister für Kunst und Kultur Josef Ostermayer und Regisseur Peter Patzak.

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