Stadler/Sidl: Europäischen Wechsel zu erneuerbaren Energien vorantreiben

SPÖ NÖ gegen geplantes Atommüll-Endlager an NÖ-Grenze

St. Pölten (OTS) - "Ein tschechisches Atommüll-Endlager an der NÖ Grenze ist nach den in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken ein weiteres Sicherheitsrisiko - denn der Müll wird auch nach unvorstellbaren hunderttausend Jahren nichts von seiner strahlenden Gefährlichkeit verlieren", so SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender Mag. Matthias Stadler, der Bezug auf aktuelle Medienberichte über die Standortsuche für Atommüll-Endlager in Tschechien nimmt. Österreich hat sich schon vor vielen Jahren gegen Atomenergie ausgesprochen -die vielen Störfälle und Katastrophen der vergangenen Jahre, die bekannt geworden sind, untermauern diese Position.

Ein Endlager soll hoch radioaktiven Atommüll für eine Million Jahre sicher aufbewahren können. Zum Vergleich: Den Menschen als Homo Sapiens gibt es erst seit 100.000 bis 200.000 Jahren. "Weder Atomenergie, noch Atommüll-Endlager können jemals ganz sicher sein. Deshalb hat sich die SPÖ NÖ im Landtag schon mehrmals gegen EU-Förderungen für derartige Anlagen ausgesprochen - die Interessen unserer BürgerInnen sind damit massiv in Gefahr!", so der Energiesprecher der SPÖ NÖ im Landtag, Dr. Günther Sidl.

Derzeit sind Atomkraftwerke in Europa Realität, das Ziel könne nur ein rascher, europaweiter Atomausstieg sein - die Zeichen Richtung Energiewende müssten intensiver gesetzt werden, so Sidl: "Wir müssen den Wechsel in Richtung erneuerbarer Energien konsequent vorantreiben, aber auch dafür sorgen, dass Energie leistbar bleibt. Unser Ziel muss es sein, unseren Energiebedarf aus erneuerbaren Rohstoffen abzudecken. Die Zukunft liegt in der effizienten Nutzung von Energie und im Umstieg auf erneuerbare Energieformen."

"Die unmissverständliche Position Niederösterreichs und Österreichs gegen Atomkraftwerke und damit auch gegen Atommüll-Endlager muss beibehalten werden, ebenso das Engagement hin zu einem gesamteuropäischen Atomausstieg - nur so können wir uns vor Atomgefahren tatsächlich schützen. Solange europäische Länder auf Atomenergie setzen, wird weiter Atommüll produziert, der noch unzähligen Generationen nach uns Probleme bereiten wird", so Stadler.

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